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Dennis Schröder: Ein unterschätzter Basketballheld Deutschlands

Quelle: eulerpool

Deutschland ist nach dem WM-Titel nun auch Basketball-Europameister – ungeschlagen. Wieder war es Dennis Schröder, der das Team als Anführer und entscheidender Spieler ins Ziel brachte. Doch während Bilder wie die von Boris Becker in Wimbledon oder Franz Beckenbauer 1990 zum nationalen Kulturgut wurden, droht Schröder trotz seiner Leistungen nicht denselben Status zu erreichen.

Erfolge ohne Volksheldenstatus
Schröder ist Welt- und Europameister, NBA-Profi, Kapitän der Nationalmannschaft. Als MVP der WM und EM hätte er längst seinen Platz im Kreis der größten deutschen Sportler sicher. Doch während Dirk Nowitzki zum Publikumsliebling wurde, bleibt Schröder in Deutschland eher rational anerkannt als emotional gefeiert. Medien und Experten attestieren ihm zwar sportliche Größe – in den Herzen der breiten Masse scheint er dennoch nicht verankert.

Mehr als ein Spieler
Dabei war Schröder immer da: ob WM, EM oder Olympia, er führte das Team, während andere NBA-Profis auf Länderspiele verzichteten. Sein Engagement geht weit über das Spielfeld hinaus: Als Hauptgesellschafter der Basketball Löwen Braunschweig sichert er die Zukunft des Vereins, finanziert Jugendprojekte, fördert benachteiligte Kinder. Schröder ist gereift, Familienvater, Verantwortungsträger – und bleibt authentisch, auch wenn er aneckt.

Die Schattenseite der Wahrnehmung
Selbst Schröder selbst zweifelt an der Anerkennung im eigenen Land. „Ich werde in diesem Land nicht die gleiche Liebe bekommen, weil ich dunkelhäutig bin“, sagte er im „Stern“. Ein bitteres Statement, das verdeutlicht, wie sehr gesellschaftliche Vorurteile über sportliche Verdienste hinauswirken. Während Schröder sportlich längst ein Volksheld sein müsste, bleibt er in Deutschland oft der Außenseiter.