Deloitte UK kürzt Boni und Beförderungen: Consulting-Geschäft verfehlt Ziele
- Deloitte UK kürzt Boni und Beförderungen aufgrund verfehlter operativer Ziele.
- Wirtschaftliche Unsicherheiten und geopolitische Komplexität belasten den britischen Markt 2024.
Deloitte UK reduziert die Anzahl der Beförderungen auf 5.500, deutlich weniger als die 6.800 im Vorjahr. Die Boni in der Consulting-Sparte sinken um 20 Prozent. Auch Partnervergütungen sind betroffen, da der operative Gewinn hinter den Erwartungen zurückblieb.
Die Consulting-Sparte verfehlte die Gewinnziele erheblich, während das Audit-Geschäft ebenfalls hinter den Erwartungen blieb. Wirtschaftliche Unsicherheiten, ein frühes Wahljahr und geopolitische Komplexität prägten den britischen Markt 2024, so Senior UK Partner Richard Houston.
Die Tax & Legal Division und das Deals-Geschäft übertrafen die Planwerte und erhalten volle Bonuszahlungen. Die Bonusstruktur wird differenzierter, indem individuelle, firmenweite und geschäftseinheitsspezifische Leistungen berücksichtigt werden.
Reise- und Spesenbudgets wurden massiv gekürzt, was zur Sicherung der Bonuszahlungen beitrug. Dies führte jedoch dazu, dass viele Teams sich nicht persönlich treffen konnten, was laut Memo spürbar war.
Die Lohnerhöhung beträgt 2,9 Prozent, weniger als die 5 Prozent im Vorjahr und unter der britischen Inflationsrate von 3,4 Prozent. Deloitte betont die Notwendigkeit zur Vorsicht angesichts des unsicheren Marktumfelds.
Im Gegensatz dazu zeigt sich KPMG expansiver, mit zehn Prozent mehr Beförderungen und einem um 20 Prozent gewachsenen Bonuspool. Deloitte versucht, durch moderate Anpassungen die Balance zwischen Anerkennung und Risikoabsicherung zu halten.