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Delivery Hero unter Druck: Strategische Neuausrichtung und mögliche Teilverkäufe im Fokus

  • Delivery Hero steht unter Druck von Investoren, die eine strategische Neuausrichtung fordern.
  • Ein möglicher Teilverkauf der profitablen Tochter Woowa Brothers wird als strategische Option geprüft.

Die Vorweihnachtszeit bringt für Delivery Hero Herausforderungen. Investoren fordern eine strategische Neuausrichtung, da der Aktienkurs schwächelt und operative Fortschritte kaum den Marktwert steigern. Die Geduld der Anteilseigner ist begrenzt.

CEO Niklas Östberg prüfte einen Teilverkauf der profitablen Südkorea-Tochter Woowa Brothers. Gespräche mit Uber über einen Einstieg von fünf bis zehn Prozent blieben ergebnislos. Dies zeigt die ernste Lage des Unternehmens.

Der Aktienkurs von Delivery Hero fiel in den letzten zwölf Monaten um 30 Prozent. Investoren aus Singapur, Hongkong, der Schweiz und den USA äußerten Unmut über das Management. Trotz Expansion gelingt es nicht, nachhaltig profitabel zu werden.

Das Management reagierte mit einem Brief von CEO Östberg und Aufsichtsratschefin Lund. Sie räumten ein, dass die Kursentwicklung enttäuschend sei und prüfen nun strategische Optionen, darunter Partnerschaften und Kapitalmarkttransaktionen.

Woowa Brothers, Betreiber der führenden Essensbestellplattform Südkoreas, ist hochprofitabel. Im letzten Geschäftsjahr erzielte das Unternehmen 2,5 Milliarden Euro Umsatz und 369 Millionen Euro Gewinn. Südkorea gilt als attraktiver Liefermarkt.

Ein Teilverkauf von Woowa könnte Milliarden freisetzen, Schulden reduzieren und die Bilanz stärken. Dies wäre eine strategische Option, um Zeit für eine nachhaltige Neuausrichtung zu gewinnen.

Aufsichtsratschefin Lund stärkte Östberg den Rücken. Sie betonte, dass er das Unternehmen weiterführen solle, da er es in- und auswendig kennt. Die operative Leistung sei stark, auch wenn sich das nicht im Aktienkurs widerspiegele.

Ob Delivery Hero Anteile an Woowa abgibt, bleibt offen. Klar ist, dass der Konzern an einem Wendepunkt steht. Investoren verlangen konkrete Wertschöpfung. Sollte der Druck steigen, könnte selbst Woowa nicht mehr unangreifbar sein.

Quelle: Eulerpool Research Systems