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Delivery Hero: EU-Strafe wegen illegaler Absprachen mit Glovo deutlich geringer als erwartet

  • Delivery Hero und Glovo zahlen EU-Strafen wegen illegaler Absprachen.
  • Die Strafe für Delivery Hero fällt deutlich geringer aus als erwartet.

Die EU-Kommission hat Delivery Hero wegen kartellrechtswidriger Absprachen mit Glovo zu einer Geldstrafe von 223 Millionen Euro verurteilt. Glovo muss 106 Millionen Euro zahlen. Beide Unternehmen tauschten sensible Preisinformationen aus und teilten Märkte auf.

Die Verstöße ereigneten sich zwischen Juli 2018 und Juli 2022, vor der vollständigen Übernahme von Glovo durch Delivery Hero. Die Kommunikation erfolgte über alltägliche Kanäle wie E-Mails und WhatsApp, was den Wettbewerb systematisch einschränkte.

Delivery Hero hatte mit einer Strafe von über 400 Millionen Euro gerechnet und Rückstellungen von 186 Millionen Euro gebildet. Der endgültige Betrag liegt nun deutlich darunter, was für Erleichterung sorgt.

Die Ermittlungen begannen im November 2023 mit Durchsuchungen in Berlin und Barcelona. Beide Unternehmen dominieren den europäischen Markt für Online-Lieferdienste.

Die EU-Kommission ließ offen, ob das Kartell direkte Auswirkungen auf Verbraucherpreise in Deutschland hatte. Delivery Hero ist in Deutschland aktiv, Glovo nicht, was für die Marktaufteilung relevant ist.

Bemerkenswert ist, dass die Unternehmen den Kartellvorwurf nicht bestreiten. Die Kooperation begann 2018 mit einer Minderheitsbeteiligung von Delivery Hero an Glovo und führte zur vollständigen Übernahme.

Quelle: Eulerpool Research Systems