Citigroup hebt Waffenverkaufsbeschränkungen auf: Strategiewechsel unter politischem Druck
- Citigroup hebt Waffenverkaufsbeschränkungen von 2018 auf, signalisiert strategischen Kurswechsel.
- Änderungen im Verhaltenskodex als Reaktion auf politischen Druck und Vorwürfe der Diskriminierung.
Citigroup hat überraschend ihre seit 2018 geltenden ESG-Richtlinien zu Waffenverkäufen aufgehoben. Diese Entscheidung markiert einen deutlichen Kurswechsel der Bank.
Die Bank wird keine Einschränkungen mehr für Kunden vornehmen, die Waffen an Personen unter 21 Jahren oder ohne Background-Checks verkaufen. Diese Praktiken wurden nach dem Parkland-Massaker ausgeschlossen.
Citi hat seinen Verhaltenskodex geändert und betont, nicht nach politischer Zugehörigkeit zu diskriminieren. Dies ist eine Reaktion auf Vorwürfe, konservative Kunden würden ausgeschlossen.
Der frühere CEO Mike Corbat verteidigte 2018 die Waffenpolitik als Balance zwischen Waffenrechten und Gesellschaftsschutz. Die Regelung schloss Bump Stocks und Hochkapazitätsmagazine aus.
Citi argumentiert, viele Einzelhändler hätten die Standards freiwillig übernommen. Die Bank hofft, dass Gesetzgeber weiterhin Wege zur Verhinderung von Waffengewalt finden.
Der Strategiewechsel zeigt auch regulatorisches Kalkül. Citi verweist auf neue regulatorische Entwicklungen, die Zweifel an fairem Zugang zu Bankdienstleistungen aufkommen ließen.
Citi reiht sich in eine wachsende Zahl von Unternehmen ein, die sich aus gesellschaftspolitischen Debatten zurückziehen, entgegen früherer ESG-Initiativen.