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Citigroup Erhöht Risikovorsorge Trotz Stabiler Kreditqualität

  • Citigroup erhöht Risikovorsorge um mehrere hundert Millionen US-Dollar.
  • Trotz wachsender Risiken bleibt die Kreditqualität stabil.

Citigroup plant im zweiten Quartal eine deutliche Erhöhung der Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle. Banking-Chef Vis Raghavan kündigte an, dass die Rückstellungen um mehrere hundert Millionen US-Dollar steigen werden. Im ersten Quartal wurden bereits 2,7 Milliarden Dollar reserviert.

Die Maßnahme erfolgt aufgrund wachsender Sorgen über die finanzielle Belastbarkeit von Konsumenten und Unternehmen in den USA. Insbesondere die von Donald Trump angekündigten Strafzölle könnten Importwaren verteuern und Haushaltsbudgets belasten.

Trotz dieser Risiken bleibt das Kreditbuch der Bank robust. 80 Prozent der Unternehmenskredite sind an Emittenten mit Investment-Grade gerichtet. Auch im Kreditkartensegment ist man stark bei Kunden mit hoher Bonität engagiert.

JPMorgan-Chef Jamie Dimon teilt diese Einschätzung. Er sieht eine leichte Verschlechterung bei den Verbraucherfinanzen, betont jedoch die Stabilität der Lage. Der Arbeitsmarkt bleibt der entscheidende Faktor für das Konsumverhalten.

Stimmungsindikatoren zeigen eine gemischte Lage. Der Index zur Verbraucherstimmung stieg im Mai auf 98 Punkte, was eine Erholung gegenüber April darstellt, aber weiterhin unter dem Niveau von Trumps Wahlsieg liegt.

Citi signalisiert mit der höheren Vorsorge Vorsicht, sieht jedoch keine systemischen Ausfälle bei Konsumenten oder Firmenkunden. Die Bank agiert präventiv angesichts geopolitischer Spannungen und makroökonomischer Unsicherheiten.

Quelle: Eulerpool Research Systems