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China erzwingt umfassende Zollzugeständnisse von den USA: Ein diplomatischer Triumph mit wirtschaftlicher Bedeutung

  • China erzwingt von den USA eine drastische Senkung der Strafzölle, was das Kräfteverhältnis im globalen Handel verschiebt.
  • Die Märkte reagieren positiv, und die Wachstumsprognosen für China verbessern sich.

China hat im Handelskonflikt mit den USA einen bedeutenden Sieg errungen. Die USA senken ihre Strafzölle auf chinesische Waren von 145 auf 30 Prozent, befristet auf 90 Tage. Im Gegenzug reduziert China seine Zölle auf US-Produkte auf 10 Prozent.

Diese Einigung verschiebt das Kräfteverhältnis im globalen Handel. Noch vor einer Woche schien die Lage festgefahren. Washington hatte die Zölle auf ein historisches Hoch geschraubt, während Peking mit Zinssenkungen und diplomatischen Bemühungen reagierte.

Die Verhandlungen in Genf signalisierten die Bereitschaft der USA, einzulenken. Die Einigung erfüllt fast alle Kernforderungen Chinas. Der von Trump verhängte Strafzoll von 34 Prozent ist ausgesetzt, und China erhält den gleichen Zollsatz wie Großbritannien.

Washington bewegt sich auch strukturell. Ein neuer Verhandlungsmechanismus wird unter der Leitung von Finanzminister Scott Bessent installiert. China sagt zu, „nichttarifäre Maßnahmen“ zurückzunehmen, während die USA Erfolge bei Exportkontrollen für Seltene Erden erzielen.

Die Märkte reagierten positiv: Der Dollar stieg, chinesische Aktien legten zu, und die Konjunkturerwartungen verbesserten sich. ING erhöhte seine Wachstumsprognose für China auf 4,7 Prozent, da verstärkte US-Exporte erwartet werden.

Xi Jinping machte früh klar, dass wirtschaftlicher Druck ihn nicht an den Verhandlungstisch zwingen würde. Die nationalistische Stimmung in China stärkte seine Position, während Trump innenpolitisch unter Druck geriet.

Der Spielraum für einen substanziellen Kompromiss bleibt begrenzt. Peking will über zentrale Themen wie Staatsunternehmen nicht verhandeln, zeigt aber bei technischen Fragen wie Subventionen und geistigem Eigentum Bewegung.

Für die nächsten drei Monate bleibt ein fragiles Zeitfenster. Ob es für eine belastbare Neuausrichtung reicht, ist offen. Fest steht: China hat diesmal die Verhandlungsregeln diktiert.

Quelle: Eulerpool Research Systems