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BYD startet Preiskampf: Chinas Automarkt unter Druck

  • BYD senkt Preise um bis zu 34 Prozent, was den Automarkt in China unter Druck setzt.
  • Aktien von BYD und Konkurrenten verzeichnen deutliche Verluste, während der Kundenverkehr bei BYD-Händlern steigt.

BYD hat die Preise für 22 Modelle um bis zu 34 Prozent gesenkt. Der Seagull-Hatchback der Ocean-Serie kostet nun 55.800 Yuan, der Qin Plug-in-Hybrid 63.800 Yuan. Die Seal-Limousine erhielt den größten Rabatt von 34 Prozent.

Die Aktien von BYD fielen in Hongkong um 8,6 Prozent und in Shenzhen um 5,9 Prozent. Auch Konkurrenten wie Zhejiang Leapmotor und Geely verzeichneten deutliche Verluste. Li Auto und NIO verloren jeweils etwa 3 Prozent.

Die Preissenkungen sind eine Reaktion auf hohe Lagerbestände und schwache Verkaufsmonate. Im April erreichten die Lagerbestände 3,5 Millionen Fahrzeuge, was 57 Tagen entspricht. Mai bis Juli gelten traditionell als schwache Verkaufszeit.

Der Preiskampf ist nicht neu: Bereits 2023 bis 2024 gab es Preisnachlässe bei über 40 EV-Modellen. Dies war eine der größten Rabattwellen in Chinas Automarktgeschichte.

Trotz sinkender Preise bleibt BYD Marktführer. Im ersten Quartal verkaufte das Unternehmen eine Million Fahrzeuge, ein Plus von 60 Prozent. Der Kundenverkehr bei BYD-Händlern stieg nach der Preissenkung um 30 bis 40 Prozent.

Analysten erwarten, dass Konkurrenten nachziehen. Changan kündigte bereits einen Rabatt von 25.000 Yuan auf das Modell Deepal-S07 an. Elektrofahrzeuge unter 200.000 Yuan gelten als weniger betroffen.

Nomura-Analyst Joel Ying warnt, dass der Preiskampf vor allem Massenmarkt-Hersteller trifft und den Margendruck erhöht. Eine Marktkonsolidierung ist vorerst nicht in Sicht.

Quelle: Eulerpool Research Systems