Boeing erzielt Einigung mit US-Justizministerium: 444 Millionen Dollar Entschädigung, aber keine Strafverfolgung
- Boeing kann Schuldanerkenntnis widerrufen und zahlt 444 Millionen Dollar.
- Opferfamilien lehnen die Einigung ab und kämpfen juristisch dagegen.
Boeing steht kurz vor der Beilegung eines bedeutenden Justizkonflikts. Eine Einigung mit dem US-Justizministerium könnte eine Strafverfolgung wegen Betrugs an der FAA abwenden, sofern ein Bundesrichter zustimmt.
Die Vereinbarung erlaubt Boeing, ein früheres Schuldanerkenntnis zurückzuziehen. Im Gegenzug zahlt Boeing 444,5 Millionen Dollar an die Hinterbliebenen der 737-Max-Absturzopfer.
Die Opferfamilien lehnen die Einigung ab und kämpfen juristisch dagegen. Sie haben bis zum 18. Juni Zeit, ihre Argumente vorzubringen. Boeing und das DoJ können innerhalb einer Woche antworten.
Der Richter Reed O’Connor hat in der Vergangenheit überraschende Entscheidungen getroffen. 2022 stufte er die Familien als rechtlich anerkannte Opfer ein und lehnte Ende 2023 einen ersten Deal ab.
Der ursprüngliche Vorwurf betraf irreführende Kommunikation über das MCAS-System, das bei den Abstürzen eine Rolle spielte. Die 737 Max war weltweit gegroundet worden.
2021 stimmte Boeing einem Vergleich über 2,5 Milliarden Dollar zu. Anfang 2024 löste sich bei einem Flug ein Rumpfteil, was das Vertrauen erneut erschütterte.
Die Einigung ist entscheidend für Boeing und die Glaubwürdigkeit der US-Justiz im Umgang mit globalen Unternehmensverfehlungen.