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Biontech: Hohe Verluste, neue Investitionen und ein neuer CFO

  • Biontech verzeichnet hohe Verluste, investiert jedoch stark in Krebsforschung.
  • Neuer CFO Ramón Zapata soll die Finanzen stabilisieren und Wachstum fördern.

Biontech verzeichnete im ersten Quartal 2025 einen Verlust von 416 Millionen Euro, ein Anstieg um 30% im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz stagnierte bei 183 Millionen Euro, da die Einnahmen aus dem Corona-Impfstoff Comirnaty zurückgingen.

Ab Juli übernimmt Ramón Zapata die Rolle des CFO bei Biontech. Der ehemalige Finanzchef von Novartis in Cambridge soll die Finanzen stabilisieren, während die Ausgaben für klinische Studien auf bis zu 2,8 Milliarden Euro steigen könnten.

Trotz der Verluste verfügt Biontech über liquide Mittel von 15,9 Milliarden Euro, die für Forschung, Entwicklung und Übernahmen genutzt werden sollen. Der Fokus liegt auf über 20 späten klinischen Studien, darunter sechs in Phase III.

Ein Zulassungsantrag für ein Krebsmedikament ist für 2025 geplant. Besonders im Fokus stehen Antikörper-Wirkstoff-Konjugate gegen Gebärmutterkrebs und eine neue Immuntherapie mit bispezifischen Antikörpern.

Der Wirkstoffkandidat BNT327 könnte langfristig dem Blockbuster Keytruda Konkurrenz machen und Millionen Patienten in Europa und den USA helfen. Erste Kombinationstherapien sind bereits in der Erprobung.

Geopolitische Risiken, wie die Rückkehr von Donald Trump und ein impfkritisches Klima, könnten Umsätze und Investitionen beeinflussen. Auch mögliche Zölle auf Arzneimittel in den USA stellen ein Risiko dar.

Biontech plant, bis 2026 sein erstes Krebsmedikament auf den Markt zu bringen. Mit einer ambitionierten Pipeline und strategischen Investitionen soll ein Wendepunkt erreicht werden.

Quelle: Eulerpool Research Systems