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Bayer übertrifft Erwartungen im dritten Quartal trotz Rechtsstreitigkeiten

  • Bayer übertrifft im dritten Quartal die Erwartungen mit einem Gewinnanstieg von 21 Prozent.
  • Rechtsstreitigkeiten in den USA belasten weiterhin die Bilanz mit steigenden Rückstellungen.

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat im dritten Quartal 2023 die Erwartungen übertroffen. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) stieg um 21 Prozent auf 1,51 Milliarden Euro, während der Umsatz leicht auf 9,7 Milliarden Euro zulegte.

Striktes Kostenmanagement und ein starkes Pharmageschäft trugen maßgeblich zum Gewinn bei. Besonders neue Medikamente belebten die Pharmasparte. Bayer hält an der erhöhten Jahresprognose fest und erwartet 2025 einen bereinigten Gewinn zwischen 9,7 und 10,2 Milliarden Euro.

An der Börse wurde die positive Entwicklung honoriert: Die Bayer-Aktie stieg vorbörslich um 1,6 Prozent auf 27,90 Euro. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits rund 40 Prozent zugelegt.

Trotz der positiven operativen Entwicklung belasten milliardenschwere Rechtsstreitigkeiten in den USA weiterhin die Bilanz. Die Rückstellungen für Glyphosat- und PCB-Klagen wurden auf bis zu vier Milliarden Euro erhöht.

Aktuell sind 197.000 Klagen gegen Bayer anhängig, von denen 132.000 bereits erledigt oder unzulässig sind. Die Kosten steigen jedoch durch neue Fälle und teure Vergleiche weiter an.

Bayer setzt auf politische und juristische Lösungen, um die Klagen zu reduzieren. Eine mögliche Entscheidung des Supreme Court im kommenden Jahr könnte für Klarheit sorgen.

Der Quartalsbericht zeigt, dass Bayer operativ an Stabilität gewinnt. Doch das juristische Erbe aus der Monsanto-Übernahme bleibt eine Herausforderung für den Konzern.

Quelle: Eulerpool Research Systems