Bayer übertrifft Erwartungen dank starkem Pharmageschäft trotz Herausforderungen
- Bayer übertrifft Erwartungen im ersten Quartal dank starkem Pharmageschäft.
- Herausforderungen in der Agrarsparte und hohe Rechtsrisiken bleiben bestehen.
Bayer hat im ersten Quartal die Analystenerwartungen übertroffen. Trotz eines Gewinnrückgangs von 7,4 Prozent stieg der Aktienkurs um über elf Prozent. Das bereinigte EBITDA lag bei 4,09 Milliarden Euro, deutlich über der Prognose von 3,88 Milliarden Euro.
Das Pharmageschäft war der Haupttreiber. Neue Produkte wie Nubeqa und Kerendia steigerten den Umsatz der Sparte auf 4,55 Milliarden Euro. CEO Bill Anderson sieht darin einen Etappensieg, trotz auslaufender Patente für Xarelto und Eylea.
Das Umfeld bleibt volatil. Bayer bestätigte die Jahresprognose für 2025, warnte jedoch vor Unsicherheiten bei Zöllen und Währungen. Anderson betonte die Notwendigkeit europäischer Unterstützung für pharmazeutische Innovationen.
Die Agrarsparte schwächelt. Niedrige Glyphosatpreise und schleppende Nachfrage belasten die Umsätze. Bayer erwägt, die Glyphosatproduktion in Louisiana einzustellen, angesichts chinesischer Konkurrenz und Rechtsstreitigkeiten.
Die Monsanto-Übernahme 2018 belastet weiterhin. Der Börsenwert ist um 75 Prozent gefallen. Anderson setzt auf einen harten Sparkurs und hat seit Amtsantritt 11.000 Stellen abgebaut.
Die Sparte Consumer Health bleibt stabil. Die Nachfrage nach rezeptfreien Mitteln gegen Verdauungsbeschwerden, Erkältung und Husten ist solide und bietet einen zuverlässigen Umsatzpfeiler.