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ASML: Gewinnsprung trotz schwacher Bestellungen und Unsicherheiten durch US-Zölle

  • ASML meldet starke Gewinne trotz schwacher Bestellungen und US-Zollunsicherheiten.
  • Langfristige Umsatzprognosen bleiben optimistisch, trotz geopolitischer Risiken.

ASML verzeichnete im ersten Quartal einen Umsatz von 7,74 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 2,36 Milliarden Euro. Die Bruttomarge lag bei 54 %, was die operative Stärke des Unternehmens trotz eines schwierigen Marktumfelds unterstreicht.

Die Neuaufträge erreichten 3,94 Milliarden Euro und verfehlten damit die Analystenschätzungen von 4,84 Milliarden Euro. Besonders die Bestellungen für EUV-Systeme blieben mit 1,2 Milliarden Euro hinter den Erwartungen zurück.

Die Zurückhaltung bei Investitionen in teure Halbleiterausrüstung ist auf Berichte über das chinesische Unternehmen DeepSeek zurückzuführen, das konkurrenzfähige KI-Modelle mit älteren Chips entwickelt hat. Dies wirft Fragen zur Notwendigkeit von High-End-Maschinen auf.

Die US-Zollpolitik unter Donald Trump sorgt für zusätzliche Unsicherheit. Während einige Produktkategorien von den neuen Zöllen verschont bleiben, ist eine zweite Welle mit Fokus auf Halbleiterprodukte in Vorbereitung.

ASMLs CFO Roger Dassen warnte vor möglichen Belastungen durch US-Zölle auf Maschinen oder Komponenten. Das Unternehmen arbeitet aktiv mit Partnern zusammen, um die Auswirkungen zu minimieren.

Trotz der Herausforderungen bleibt ASML optimistisch. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr liegt bei 30 bis 35 Milliarden Euro. Bis 2030 wird ein Anstieg auf 44 bis 60 Milliarden Euro erwartet. CEO Christophe Fouquet sieht 2025 und 2026 als Wachstumsjahre, warnt jedoch vor geopolitischen Risiken.

Quelle: Eulerpool Research Systems