Die Unsicherheit über den weiteren Zinskurs der US-Notenbank hat die asiatischen Börsen am Mittwoch gebremst. Für positive Akzente sorgten hingegen neue Signale im Handelskonflikt zwischen den USA und China.
Fed-Chef Jerome Powell hatte in seiner Rede erneut betont, dass die Risiken für die Inflation nach oben und jene für den Arbeitsmarkt nach unten gerichtet seien. Damit hielt er sich alle Optionen offen – ein klares Signal für Investoren blieb aus.
An den US-Märkten sorgte das bereits für Kursverluste, nun zeigen auch die asiatischen Handelsplätze Zurückhaltung. Börsianer rechnen inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 Prozent mit einer Zinssenkung im Oktober.
Neue Daten aus den USA zeigten eine weitere Abkühlung der Wirtschaft. Der Einkaufsmanagerindex PMI fiel den zweiten Monat in Folge. Auch in Japan trübte sich die Stimmung ein: Der Industrie-PMI sank im September auf 48,4 Punkte – den niedrigsten Stand seit sechs Monaten.
Besonders im Fokus stand die Alibaba Group: Die Aktie stieg auf den höchsten Stand seit vier Jahren. CEO Eddie Wu kündigte an, die Investitionen in Künstliche Intelligenz über das ursprüngliche Ziel von 50 Milliarden Dollar hinaus zu erhöhen. Wachstumstreiber sind vor allem die Cloud-Sparte und KI-Produkte.
Für zusätzlichen Rückenwind sorgte Peking: China kündigte an, auf Vorteile seines bisherigen WTO-Status als Entwicklungsland zu verzichten. Analysten sehen darin ein wichtiges Signal der Annäherung an die USA.



