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Argentinien: Zentralbank greift massiv in Devisenmarkt ein – Peso unter Druck

Quelle: eulerpool

Mitten im Wahlkampf greift Argentiniens Zentralbank massiv in den Devisenmarkt ein: Allein am Donnerstag verkaufte sie 678 Millionen US-Dollar, insgesamt in drei Tagen über 1,1 Milliarden. Ziel ist es, den Peso im Wechselkursband zu stabilisieren – doch die Reserven schrumpfen rasant.

Peso am Limit, Reserven unter Druck
Während der offizielle Peso-Kurs bei 1.475 pro Dollar gehalten werden konnte, fiel er am informellen „blauen Markt“ auf ein Rekordtief von 1.520. Analysten warnen, dass die Zentralbank bei diesem Tempo bis zu 10 Milliarden Dollar verlieren könnte – rund 70 Prozent der jüngst vom IWF ausgezahlten Hilfen. Netto-Reserven für Interventionen sollen ohnehin nur noch etwa 6 Milliarden Dollar betragen.

Milei kämpft um Rückhalt
Präsident Javier Milei, bekannt für seine radikalen Sparprogramme, muss im Oktober um eine Mehrheit im Kongress bangen. Nach seiner Niederlage bei der Provinzwahl in Buenos Aires wächst die Nervosität an den Märkten. Ein Scheitern seiner Reformagenda könnte die ohnehin fragile Finanzlage weiter verschärfen.

Risikoaufschläge steigen
Das Länderrisiko Argentiniens kletterte auf 1.500 Basispunkte – den höchsten Stand seit über einem Jahr. Anleihen gaben deutlich nach, während Investoren zunehmend Zweifel haben, ob kurzfristige Schuldenzahlungen im Januar gesichert sind.