Die politische Stimmung in Brandenburg kippt: Laut einer aktuellen Insa-Umfrage liegt die AfD inzwischen klar vor der SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke. Mit 34 Prozent Zustimmung baut die Partei ihren Vorsprung auf zehn Punkte aus – ein Ergebnis, das die seit 35 Jahren regierende SPD in Bedrängnis bringt.
Gegenüber der Landtagswahl 2024 verbessert sich die AfD um fast fünf Prozentpunkte, während die SPD rund sechs Punkte einbüßt und nur noch auf 24 Prozent kommt. Damit verliert die Partei von Woidke, die jahrzehntelang Brandenburg dominierte, weiter an Rückhalt.
Die mitregierende BSW fällt in der Umfrage auf neun Prozent, was ein Minus von 4,5 Punkten bedeutet. Zusammen mit der SPD kommt die Koalition nur noch auf 33 Prozent – weniger als die AfD allein. Die CDU verharrt mit 13 Prozent im Mittelfeld und bleibt damit weit von einer Führungsrolle entfernt.
Die Linkspartei kann sich mit neun Prozent und deutlichem Zugewinn Hoffnung auf ein Comeback im Landtag machen. Für die Grünen, die erneut bei vier Prozent stehen, dürfte es hingegen nicht reichen. FDP und Freie Wähler bleiben mit jeweils zwei Prozent chancenlos.
Auch das Vertrauen in die Landesregierung ist angeschlagen. Nur ein Drittel der Befragten zeigt sich zufrieden mit der Arbeit der SPD-BSW-Koalition, während die Hälfte klar unzufrieden ist. Selbst die Frage nach der Zukunft von Ministerpräsident Woidke spaltet: 36 Prozent wollen ihn bis zum Ende der Legislaturperiode im Amt sehen, 34 Prozent plädieren für einen baldigen Wechsel.




