Zollfrieden zwischen USA und China treibt Rohstoffmärkte an
- Zollfrieden zwischen USA und China belebt Rohstoffmärkte.
- Öl- und Kupferpreise steigen, Gold verliert an Wert.
Der vorübergehende Zollfrieden zwischen den USA und China hat die Rohstoffmärkte belebt. Brent-Öl stieg in London um bis zu 3,9 %, während Kupfer um 1,4 % zulegte. Auch Sojabohnen, Eisenerz und europäisches Erdgas verzeichneten deutliche Gewinne.
Die USA und China haben sich auf eine temporäre Senkung der Zölle geeinigt. China reduziert seine Zölle auf US-Importe von 125 % auf 10 %, während Washington von 145 % auf 30 % senkt. Diese Vereinbarung gilt für 90 Tage und soll weitere Gespräche unterstützen.
Industriemetalle reagierten besonders sensibel auf die Nachricht. Kupfer, das seit April stark gefallen war, stabilisierte sich. Die Nachfrage in China bleibt robust. Auch Agrarrohstoffe wie Sojabohnen und Baumwolle verzeichneten deutliche Preissteigerungen.
Gold verlor über 3 %, da die Nachfrage nach sicheren Häfen abnahm. Neben der Entspannung im Handelsstreit trug ein Waffenstillstand zwischen Indien und Pakistan zum Druck auf das Edelmetall bei. Die Marktstimmung wendet sich zunehmend dem Risiko zu.
An Europas Börsen stiegen Rohstofftitel wie Glencore und Rio Tinto in London um über 5 %. Auch Energiekonzerne profitierten vom Ölpreisanstieg, der auf eine bessere Nachfragesicht stützt. Mitte April waren die Ölpreise noch um über 10 % gefallen.
Trotz der Euphorie bleiben Zweifel bestehen. Die Angst vor einem strukturellen Nachfragerückgang ist kleiner, aber nicht verschwunden. Viel hängt davon ab, ob der aktuelle Optimismus seinen Höhepunkt erreicht hat.