Der Technologiekonzern Zeiss hat das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem soliden Umsatz- und Ergebnisplus abgeschlossen. Getragen wurde das Wachstum erneut von der Chip-Sparte Semiconductor Manufacturing Technology (SMT), während das übrige Geschäft ein gemischtes Bild zeigt.
Treiber des Wachstums war einmal mehr die Sparte Semiconductor Manufacturing Technology. Der Bereich, der hochspezialisierte Ausrüstung für die Halbleiterfertigung liefert, steigerte seinen Umsatz um 23 Prozent auf 5,05 Milliarden Euro. SMT ist damit nicht nur die größte, sondern auch strategisch wichtigste Sparte des Konzerns.
Die hohe Nachfrage nach modernen Chipfertigungsanlagen spiegelt den anhaltenden Investitionsbedarf der globalen Halbleiterindustrie wider – insbesondere im Umfeld von künstlicher Intelligenz, Hochleistungsrechenzentren und sicherheitsrelevanter Elektronik. Angaben zum Ergebnisbeitrag der Sparte machte Zeiss wie üblich nicht.
Während SMT deutlich zulegte, entwickelten sich die übrigen Geschäftsbereiche uneinheitlich. Vorstandschef Andreas Pecher sprach von zunehmenden geoökonomischen und politischen Herausforderungen, die sich in einem „gemischten Bild“ der vier Sparten widerspiegelten. Dazu zählen unter anderem die Medizintechnik, industrielle Messtechnik und Optiklösungen.
Für das laufende Geschäftsjahr gibt sich der Vorstand zurückhaltend. Das Umfeld bleibe „dynamisch und herausfordernd“, so Pecher. Steigende geopolitische Risiken, Unsicherheiten in den Lieferketten und eine schwächere globale Industrienachfrage könnten das Wachstum bremsen – auch wenn die strukturellen Treiber im Halbleitergeschäft intakt bleiben.
Unterm Strich zeigt sich: Zeiss profitiert weiter stark vom globalen Chipzyklus. Gleichzeitig wächst die Abhängigkeit von der SMT-Sparte – und damit auch die Sensibilität gegenüber Investitionszyklen in der Halbleiterindustrie.




