USA und Dänemark: Keine Einigung über Grönland, Arbeitsgruppe soll Lösungen finden
- USA und Dänemark konnten sich nicht über Grönland einigen, eine Arbeitsgruppe soll Lösungen finden.
- Trump betont die strategische Bedeutung Grönlands, während Dänemark und Grönland auf Souveränität pochen.
Die USA halten an ihren sicherheitspolitischen Ambitionen in Grönland fest. Ein Treffen zwischen Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen, Grönlands Außenministerin Vivian Motzfeldt und der US-Regierung führte zu keiner Einigung. Eine hochrangige Arbeitsgruppe soll nun einen „Weg nach vorn“ ausloten.
Nach Gesprächen mit US-Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio zog Rasmussen ein ernüchterndes Fazit: Man habe sich darauf verständigt, dass man sich nicht einig sei. Konkrete politische Vereinbarungen blieben aus.
US-Präsident Donald Trump bekräftigte, Grönland müsse aus Gründen der nationalen Sicherheit unter amerikanischen Einfluss geraten. Andernfalls drohe eine Ausweitung des russischen oder chinesischen Engagements in der Arktis.
Rasmussen betonte, dass die sicherheitspolitische Lage sich seit dem Ende des Kalten Kriegs verändert habe. Er verwies darauf, dass die USA ihre militärische Präsenz auf Grönland stark reduziert hätten. Neue Lösungen müssten die Souveränität Dänemarks und das Selbstbestimmungsrecht Grönlands respektieren.
Die Bildung einer hochrangigen Arbeitsgruppe wurde als einziges greifbares Ergebnis vereinbart. Sie soll amerikanische Sicherheitsinteressen und die „roten Linien“ des Königreichs Dänemark in Einklang bringen.
Unterstützer Trumps werben mit milliardenschweren Investitionen in Infrastruktur, Rohstoffe und KI-Projekte, falls Grönland enger an die USA gebunden würde. In Europa und bei der NATO stoßen diese Argumente jedoch auf Skepsis.
Die Lage bleibt festgefahren. Die USA betonen ihre strategischen Interessen in der Arktis, Dänemark und Grönland pochen auf Souveränität und internationales Recht. Eine politische Einigung ist vorerst nicht in Sicht.