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Ukraine: Notstand im Energiesektor nach russischen Angriffen – Politische Spannungen in Kiew eskalieren

  • Präsident Selenskyj ruft nach russischen Angriffen den Notstand im Energiesektor aus.
  • Politische Spannungen zwischen Selenskyj und Kiews Bürgermeister Klitschko eskalieren.

Präsident Selenskyj hat nach massiven russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur den Notstand im ukrainischen Energiesektor ausgerufen. Besonders betroffen ist Kiew, wo Hunderttausende Menschen bei eisigen Temperaturen ohne Strom, Heizung und Wasser sind.

Die Hauptstadt Kiew wurde bei einem Luftangriff schwer getroffen, was zu weitreichenden Ausfällen von Heizung, Strom und Wasser führte. Temperaturen von bis zu minus 18 Grad machen viele Wohnungen unbewohnbar. Auch andere Städte wie Charkiw und Odessa sind von Blackouts betroffen.

Selenskyj kündigte die Einrichtung eines landesweiten Koordinationsstabs an, um die Versorgung zu stabilisieren. In Kiew sollen mehr „Punkte der Unbeugsamkeit“ entstehen, wo Bürger sich aufwärmen können. Eine Lockerung der nächtlichen Ausgangssperre wird geprüft.

In einer Videoansprache kritisierte Selenskyj die Kiewer Stadtverwaltung scharf. Er warf Bürgermeister Klitschko vor, unzureichend vorbereitet zu sein. Energieminister Schmyhal äußerte sich ähnlich und forderte schnelle Notmaßnahmen.

Der Machtkampf zwischen Selenskyj und Klitschko flammt wieder auf. Beide waren 2019 Rivalen im Präsidentschaftswahlkampf. Trotz des Krieges gibt es immer wieder Spannungen zwischen Präsidialamt und Stadtverwaltung.

Klitschko wies die Vorwürfe zurück und sprach von „ununterbrochenem Hass“. Er räumte ein, dass Kiew in der schwierigsten Lage seit Kriegsbeginn sei. Die kommunalen Dienste arbeiten rund um die Uhr an Reparaturen.

Der Europarat verurteilte die russischen Angriffe auf die zivile Energieinfrastruktur scharf. Menschenrechtskommissar O’Flaherty sprach von alarmierendem menschlichem Leid und gravierenden humanitären Folgen.

Parallel zur Energiekrise laufen Gespräche über Sicherheitsgarantien und wirtschaftliche Perspektiven für die Ukraine. Selenskyj erwartet entschlossenes Handeln von den USA und europäischen Partnern.

Der Winter wird zur zweiten Waffe im Krieg, die Energieversorgung zum zentralen Schlachtfeld, sowohl innenpolitisch als auch militärisch.

Quelle: Eulerpool Research Systems