Übernahmegespräche zwischen Artemis und Anta Sports: Puma-Aktie unter Druck
- Übernahmegespräche zwischen Artemis und Anta Sports stocken wegen Preisunterschieden.
- Puma-Aktie bleibt bis zur Veröffentlichung der Jahreszahlen in Unsicherheit.
Die Übernahmefantasie um Puma erhält einen Dämpfer. Gespräche über den Verkauf des 29-Prozent-Pakets der Pinault-Holding Artemis an Anta Sports stocken. Grund sind unterschiedliche Preisvorstellungen, die die Aktie in Unsicherheit halten.
Artemis fordert über 40 Euro je Puma-Aktie, was einer Prämie von 70 Prozent auf den aktuellen Kurs entspricht. Anta Sports bietet deutlich weniger. Laut Reuters sind die Verhandlungen festgefahren.
Für die Pinault-Familie ist der Puma-Anteil nicht mehr strategisch, da der Fokus auf Luxus liegt. Dennoch will man die Beteiligung nicht unter Wert verkaufen, da ein strategischer Käufer eine Kontrollprämie zahlen müsste.
Ein Einstieg von Anta Sports hätte industrielle Signalwirkung. Der Konzern ist in Asien marktführend und könnte Puma den Zugang zu Wachstumsmärkten erleichtern und die Neuausrichtung unterstützen.
RBC Capital Markets sieht einen Eigentümerwechsel positiv. Ein strategischer Investor bietet mehr Synergiepotenzial als ein Finanzaktionär oder eine Luxus-Holding ohne Bezug zum Sportartikelgeschäft.
Puma befindet sich in einer Transformationsphase. CEO Arthur Hoeld hat 2026 als Übergangsjahr ausgerufen, mit Fokus auf Effizienzprogramme und Markenstärkung. Der Abstand zu Nike und Adidas bleibt erheblich.
Die von Artemis geforderte Prämie erscheint vielen Marktteilnehmern ambitioniert. Weder das aktuelle Gewinnniveau noch die kurzfristigen Wachstumsaussichten rechtfertigen Kurse über 40 Euro.
Die Aktie bleibt nachrichtengetrieben. Solange unklar ist, ob Anta Sports sein Angebot erhöht oder Artemis Zugeständnisse macht, schwankt der Kurs zwischen Übernahmehoffnung und Bewertungsrealismus.
Der nächste wichtige Termin ist die Veröffentlichung der Jahreszahlen am 26. Februar 2026. Diese werden entscheidend sein, ob die operative Entwicklung den Übernahmefantasien neue Nahrung gibt oder der Markt die Bewertung stärker an fundamentalen Fortschritten ausrichtet.