Die Vereinigten Staaten halten nach Angaben aus Kiew an ihrer Forderung fest, dass die Ukraine im Rahmen möglicher Friedensverhandlungen auf den Donbass verzichten soll. Das erklärte am Montag ein hochrangiger ukrainischer Regierungsvertreter, der über die jüngsten Gespräche in Berlin zur Beendigung des russischen Angriffskriegs informiert wurde.
Demnach hätten US-Unterhändler erneut deutlich gemacht, dass sie territoriale Zugeständnisse Kiews als Bestandteil eines möglichen Kompromisses betrachten. Konkret geht es um die ostukrainische Donbass-Region, die strategisch und wirtschaftlich von großer Bedeutung ist, jedoch bislang nur teilweise von russischen Truppen kontrolliert wird.
Aus ukrainischer Sicht stoßen die Forderungen auf entschiedenen Widerstand. Die Regierung in Kiew betont seit Beginn des Krieges, dass eine Abtretung von Staatsgebiet nicht verhandelbar sei. Der Donbass gilt dabei nicht nur als Symbol nationaler Souveränität, sondern auch als zentraler Bestandteil der ukrainischen Industrie- und Rohstoffbasis.
Die Gespräche in Berlin sollten ausloten, ob es Bewegung in Richtung einer diplomatischen Lösung geben könnte. Ein Durchbruch zeichnet sich jedoch nicht ab. Während Washington offenbar weiterhin auf einen pragmatischen Ansatz drängt, bleibt Kiew bei seiner Position, dass ein Frieden nur auf Grundlage der vollständigen territorialen Integrität möglich sei.
Damit bleibt der Donbass ein zentraler Streitpunkt in den internationalen Bemühungen, den russischen Angriffskrieg politisch zu beenden.




