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US-Märkte schwächeln: Europa als neue Investment-Alternative

  • US-Märkte verlieren an Stärke, Investoren setzen auf Europa.
  • Geopolitische Spannungen und Unsicherheit belasten Tech-Aktien.

Der S&P 500 verlor im ersten Quartal 2025 4,6 %, das schlechteste Ergebnis seit 2022. Unsicherheit über die US-Handelspolitik und der Rückzug aus Tech-Aktien belasten die Märkte. Analysten senken Konjunkturprognosen und erwarten höhere Inflation.

Geopolitische Spannungen beeinflussen Portfolios. Laut Bank of America sind 23 % der Fondsmanager untergewichtet in US-Aktien. Europäische Aktien sind so gefragt wie seit Juli 2021 nicht mehr. Der Stoxx Europe 600 übertraf den S&P 500 um 9,8 Prozentpunkte.

Europäische Rüstungswerte sind besonders gefragt. Rheinmetall-Aktien haben sich mehr als verdoppelt, Thales stieg um 77 %. Ursache sind erhöhte Verteidigungsausgaben europäischer Staaten, ausgelöst durch Washingtons Warnungen.

US-Technologiewerte verlieren an Zugkraft. Nvidia fiel 2025 um 19 %, Apple und Microsoft um jeweils 11 %. Der KI-Wettbewerb mit China und überhöhte Wachstumserwartungen belasten die Bewertungen. Anleger bevorzugen defensive Sektoren.

Makroökonomisch verschiebt sich die Dynamik. Europa wird fiskalpolitisch aktiver, während in den USA Planungsunsicherheit herrscht. Trumps unstete Zollpolitik lässt Unternehmen zögern, Investitionen und Neueinstellungen werden auf Eis gelegt.

Risikoflucht nimmt zu. Gold verteuerte sich um 19 %, der stärkste Quartalsgewinn seit 2011. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel von 4,577 % auf 4,245 %. Der Dollar schwächte sich gegenüber wichtigen Währungen ab.

Der Optimismus zum Jahreswechsel ist verflogen. Ende 2024 waren S&P 500 und Nasdaq auf Rekordkurs. Heute dominieren Unsicherheit, geopolitisches Kalkül und Kapitalumschichtungen. Europa profitiert als aktiver Markt mit neuer politischer Agenda.

Quelle: Eulerpool Research Systems