Skip to content

N26: Andreas Dombret wird neuer Aufsichtsratschef im Machtkampf zwischen Gründern und Investoren

  • N26 ernennt Andreas Dombret zum neuen Aufsichtsratschef im Konflikt zwischen Gründern und Investoren.
  • Regulatorischer Druck durch BaFin wegen Schwächen im Risikomanagement und Geldwäscheprävention.

Das Berliner Fintech N26 hat Andreas Dombret, ehemaliges Vorstandsmitglied der Bundesbank, als neuen Aufsichtsratschef nominiert. Die Gründer und Investoren haben sich auf seine Ernennung geeinigt. Eine außerordentliche Hauptversammlung soll die Entscheidung bald bestätigen.

Der bisherige Aufsichtsratschef Marcus Mosen wechselt in die operative Führung und wird Co-CEO neben Mitgründer Maximilian Tayenthal. Die BaFin und das Kontrollgremium von N26 haben diesen Schritt bereits genehmigt.

Die Neubesetzung ist das Ergebnis eines monatelangen Konflikts zwischen Investoren und den Gründern Valentin Stalf und Tayenthal. Streitpunkte waren Sonderrechte der Gründer und hohe Renditegarantien aus einer Finanzierungsrunde 2021.

Ein Kompromiss sieht vor, dass Stalf seinen Posten als Co-CEO aufgibt und in den Aufsichtsrat wechselt. Die Renditeansprüche der Investoren sollen reduziert werden. Tayenthal wird sein Mandat bis Ende Dezember niederlegen.

N26 steht unter regulatorischem Druck der BaFin wegen Schwächen im Risikomanagement und Geldwäscheprävention. Ein Sonderbeauftragter wurde eingesetzt, und es drohen weitere Maßnahmen.

Dombret gilt als erfahrener Krisenmanager mit internationalem Profil. Er war von 2010 bis 2018 bei der Bundesbank für Bankenaufsicht und Finanzstabilität verantwortlich. Branchenkenner erwarten, dass die BaFin seiner Berufung zustimmen wird.

Quelle: Eulerpool Research Systems