US-Regierung sichert Intels Foundry-Sparte mit Milliardenbeteiligung ab
- US-Regierung investiert 8,9 Milliarden Dollar in Intels Foundry-Sparte, um Verkauf zu verhindern.
- Regierungsdeal verbessert Intels Liquidität und verhindert strategische Änderungen.
Die US-Regierung hat 8,9 Milliarden Dollar aus dem Chips Act in eine 10-prozentige Beteiligung an Intel umgewandelt. Damit verhindert sie den Verkauf der verlustreichen Foundry-Sparte an Konkurrenten.
Ein fünfjähriges Warrant erlaubt der Regierung, weitere 5 Prozent zu erwerben, falls Intel die Mehrheit an der Sparte abgibt. Finanzvorstand David Zinsner bestätigte, dass die Regierung eine Abspaltung verhindern wollte.
Intels Foundry-Sparte verzeichnete 2022 einen Verlust von 13 Milliarden Dollar und bleibt hinter Wettbewerbern wie TSMC zurück. Wichtige Kunden wie Nvidia und Apple haben bisher keine großen Aufträge erteilt.
Analysten und ehemalige Aufsichtsräte forderten einen Verkauf, während Investoren Interesse zeigten. Die Absetzung von CEO Pat Gelsinger nährte Spekulationen über einen Strategiewechsel, der durch den Regierungsdeal nun unwahrscheinlich ist.
Die Beteiligung verbessert Intels Liquidität: 5,7 Milliarden Dollar sind bereits geflossen, 3,2 Milliarden hängen an Baufortschritten. Der Verkauf eines Mobileye-Anteils und die Abgabe von Altera-Anteilen stärken die Finanzen weiter.
Zinsner sieht in der Regierungsbeteiligung mehr als Kapitalzufuhr: Sie schafft Hindernisse für unerwünschte Schritte, die die Regierung verhindern möchte.