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Traditionelle Autokonzerne im Software-Wandel: Herausforderungen und Strategien

  • Traditionelle Autokonzerne kämpfen mit der Software-Umstellung, während Tesla und chinesische Hersteller Standards setzen.
  • Strukturelle Probleme und hohe Kosten erschweren den Wandel, Partnerschaften und neue Plattformen bieten Lösungsansätze.

Traditionelle Automobilhersteller stehen vor großen Herausforderungen im Software-Bereich. Während Tesla und chinesische Hersteller Standards setzen, kämpft Toyota mit der Implementierung seines Software-Programms Arene, das bisher nur im RAV4 für Infotainment und Sicherheitssysteme genutzt wird.

Die Branche sieht sich einem Umbruch ähnlich der Smartphone-Entwicklung gegenüber. Laut dem „digital automaker index“ von Gartner liegt Toyota auf Platz 21, hinter Mercedes-Benz und General Motors. Analysten erwarten, dass wenige Betriebssysteme dominieren werden, während viele Traditionshersteller den Anschluss verlieren könnten.

Die Probleme sind struktureller Natur. Externe Ingenieure, oft aus dem Silicon Valley, kritisieren Toyotas innovationshemmenden Konsenskurs. John Absmeier, Technikchef von Woven by Toyota, räumt ein, dass es keinen „Big Bang“ gibt. Ein Ingenieur beschreibt das System als „horrend“ und voller Bugs.

Andere Hersteller setzen auf Partnerschaften. Mercedes-Benz hat 3.000 Software-Entwickler eingestellt und nutzt Google-Agenten für Sprachsteuerung. Volkswagen kooperiert mit Rivian und Xpeng, während BMW im September seine „Neue Klasse“-Plattform mit vier „Superbrains“ vorstellen will.

Die Kosten sind enorm. Volvo musste Milliarden abschreiben und seinen CEO austauschen. Ford und GM haben ambitionierte Software-Ziele, kämpfen aber mit Rückschlägen. Ford Pro zeigt, dass Fahrzeugdaten im Flottensegment in Abo-Modelle umgewandelt werden können, was fast ein Fünftel des operativen Gewinns ausmacht.

Toyota steht vor besonderen Herausforderungen: Das Just-in-Time-Prinzip kollidiert mit der Notwendigkeit, große Rechenkapazitäten vorzuhalten. Der Wandel zur „zonal architecture“ ist unvermeidlich, erfordert jedoch Investitionen und Geschwindigkeit, die den alten Strukturen widersprechen.

Quelle: Eulerpool Research Systems