US-Märkte im Rückwärtsgang: Europa und Asien auf dem Vormarsch
- US-Börsen erleben schwächstes Quartal seit über 23 Jahren, getrieben von KI-Euphorie.
- Europäische Märkte zeigen sich robust, profitieren von fiskalpolitischen Impulsen.
Die US-Börsen verzeichnen das schwächste Quartal seit über 23 Jahren. Der Nasdaq verlor 14 %, der S&P 500 fiel um 7,8 %. Eine Überbewertung, getrieben von der Euphorie um Künstliche Intelligenz, wird als Hauptursache gesehen.
Im Gegensatz dazu zeigen sich europäische Märkte robust. Der DAX stieg um 13,8 %, der CAC 40 um 11 %. Auch der britische FTSE 100 und Japans Topix legten zu. Deutschland profitiert von wachstumsfördernden fiskalpolitischen Maßnahmen.
Ein Indikator für die Überbewertung des US-Marktes ist der taiwanesische Leitindex, der seit Juli 2024 um 17 % gefallen ist. Dies bestätigt die These eines globalen KI-Korrekturschubs, ausgelöst durch überzogene Erwartungen.
Trump wird als Katalysator des Umbruchs wahrgenommen. Am 2. April könnten neue US-Zölle verkündet werden. Anleger befürchten, dass sie ihre bisherigen Buchgewinne verlieren. Die Unsicherheit wächst, da viele auf marktfreundlichere Töne gehofft hatten.
Das Narrativ der „US-Exceptionalism“ steht auf dem Prüfstand. Bewertungsniveaus, die auf „perfektes Wachstum“ gepreist waren, werden nun an reale geopolitische und fiskalische Risiken angepasst. Eine Rückkehr zu global ausgewogeneren Bewertungen ist die Folge.
Für langfristige Anleger ist dies ein Signal zur Neujustierung. Regionen wie Europa, die lange als träge galten, rücken in den Fokus, da die Bewertungen wieder stimmen.