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US-Inflation sinkt, aber Trumps Zollpolitik sorgt für Unsicherheit

  • US-Inflation sinkt auf 2,3%, aber Trumps Zollpolitik sorgt für Unsicherheit.
  • Unternehmen kämpfen mit Planungsproblemen und die Fed steht vor geldpolitischen Herausforderungen.

Die US-Inflation ist im April auf 2,3% gesunken, der niedrigste Stand seit Februar 2021. Die Kerninflation liegt bei 2,8%. Dies signalisiert kurzfristige Stabilität, doch die erratische Zollpolitik von Präsident Trump belastet Unternehmen und erschwert geldpolitische Entscheidungen.

Trump hat zu Monatsbeginn 10% Zoll auf alle Importe verhängt und die Zölle auf chinesische Produkte drastisch erhöht. Kurz darauf wurde ein 90-tägiger Zollstopp im Handel mit China ausgerufen. Unternehmen, die auf chinesische Vorprodukte angewiesen sind, können kaum planen.

Goldman Sachs sieht in Importvorzieheffekten nur einen Aufschub der Preisweitergabe. Einzelhändler halten die Preise stabil, warnen jedoch vor Anpassungen. Ökonomen wie Michael Gapen von Morgan Stanley betonen, dass sich Zollschocks erst verzögert in der Statistik zeigen.

Die US-Notenbank steht vor Herausforderungen. Trotz unverändertem Leitzins erschwert das volatile Handelsumfeld geldpolitische Lockerungen. Beth Hammack von der Federal Reserve Bank of Cleveland betont, dass Unsicherheit über Fiskal- und Handelspolitik die geldpolitische Zurückhaltung verlängern könnte.

Die Börsen reagierten kurzfristig positiv auf die Inflationsdaten, doch der mittelfristige Ausblick bleibt angespannt. Unternehmen, die Alternativen zu China suchen, stoßen auf ähnliche Zollhürden oder höhere Produktionskosten. Dies belastet die Lieferketten strukturell und stellt ein Problem für die Fed dar.

Quelle: Eulerpool Research Systems