Die Schweizer Großbank UBS hat ihren neuen „Global Real Estate Bubble Index“ veröffentlicht. Das Risiko für deutsche Metropolen ist gesunken – anders sieht es in internationalen Hotspots aus.
In Deutschland bleiben Frankfurt und München im Fokus. Beide Städte gelten laut UBS inzwischen nur noch als moderat gefährdet. Zwar sind die Preise im Jahresvergleich leicht gestiegen, inflationsbereinigt liegen sie aber rund 20 Prozent unter ihren Höchstständen.
München kletterte im Ranking von Platz 17 auf 13, Frankfurt verharrte auf Rang 11. „Die Märkte haben sich nach der Korrektur stabilisiert“, sagt UBS-Chefstratege Maximilian Kunkel. Sinkende Zinsen und knapper Wohnraum könnten mittelfristig wieder für steigende Preise sorgen.
Deutlich riskanter schätzt UBS die Lage in Miami, Tokio und Zürich ein. Dort seien die Immobilienpreise stark von Einkommen und Mieten entkoppelt – ein klassisches Blasensignal.
Am Ende des Rankings stehen Paris, Mailand und São Paulo. Dort sehen die Experten kaum Anzeichen für überhitzte Märkte.
Der „Global Real Estate Bubble Index“ untersucht jährlich 21 Metropolen. Bewertet werden u. a.:
Übertreibungen in diesen Kennzahlen waren in der Vergangenheit häufig Vorboten geplatzter Blasen – etwa in den USA 2008 oder in Spanien.
In München und Frankfurt bleibt die Nachfrage hoch, während das Angebot knapp ist. Für Anleger bedeutet das: kein Boom, aber eine Basis für stabile bis leicht steigende Preise. UBS-Vorstand Tobias Vogel spricht von einer „allmählichen Erholung“ – abhängig von Konjunktur und Politik.




