Kostendisziplin, Markenfokus und mehr Werbung zeigen Wirkung – der schwedische Modekonzern überrascht mit einem starken Quartalsergebnis.
Der Modehändler H&M hat im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten klar übertroffen und damit ein wichtiges Signal für seine laufende Neuausrichtung gesetzt. Der Betriebsgewinn lag bei 4,9 Milliarden Kronen (rund 445 Millionen Euro) und damit deutlich über den prognostizierten 3,7 Milliarden Kronen. Die operative Marge verbesserte sich auf 8,6 Prozent und zeigt, dass sich die umfangreichen Sparmaßnahmen und Effizienzprogramme der vergangenen Monate auszahlen.
Auch beim Umsatz blieb das Unternehmen solide: Der Nettoumsatz stieg in den drei Monaten bis Ende August auf 57 Milliarden Kronen (5,17 Milliarden Euro) und entsprach damit weitgehend den Markterwartungen. H&M hatte zuletzt seine Kostenstruktur deutlich gestrafft, die Zahl der Filialen optimiert und seine Marketingausgaben ausgeweitet, um die Kernmarke zu stärken und Kunden stärker an sich zu binden.
Mit dem unerwartet hohen Gewinn signalisiert der Konzern, dass er nach einer Phase schwacher Nachfrage und harter Konkurrenz wieder auf Kurs ist – und seine Profitabilität nachhaltig verbessern kann. Anleger und Analysten werten die Zahlen als Zeichen, dass der Umbau Früchte trägt.



