Überraschender Vorstandswechsel bei Hensoldt: Personalchef Lars Immisch tritt zurück
- Lars Immisch tritt aus gesundheitlichen Gründen als Personalvorstand von Hensoldt zurück.
- Die Hensoldt-Aktie reagiert mit leichten Kursverlusten auf die Nachricht.
Der Rüstungskonzern Hensoldt erlebt einen unerwarteten Wechsel im Vorstand. Lars Immisch, seit Oktober 2022 Personalvorstand, tritt zum Jahreswechsel aus gesundheitlichen Gründen zurück. Dies bestätigte das Unternehmen am Donnerstag.
Immisch spielte eine entscheidende Rolle bei der organisatorischen Neuausrichtung des Unternehmens. Unter seiner Leitung modernisierte Hensoldt den Personalbereich und expandierte in mehreren Geschäftsbereichen, insbesondere seit Beginn des Ukrainekriegs.
Eine Nachfolgelösung ist bereits in Planung. Der Name der neuen Führungskraft wird im ersten Quartal 2026 bekannt gegeben. Der Aufsichtsrat strebt einen reibungslosen Übergang an, da der Personalsektor besonders sensibel ist.
Die Hensoldt-Aktie reagierte mit leichten Abschlägen. Im Xetra-Handel fiel der Kurs zeitweise auf 68,90 Euro, etwa 1,15 Prozent unter dem vorherigen Schlusskurs. Händler sehen dies als normale Reaktion auf Unsicherheiten bei Personalveränderungen.
Der mittelfristige Trend bei Hensoldt bleibt positiv. Der Konzern profitiert von steigenden Rüstungsausgaben in Europa und einer hohen Nachfrage nach Sensorik- und Radarsystemen. Analysten betonen, dass die Personalie Immisch langfristig wenig Einfluss hat.
Die tatsächliche Belastung für Hensoldt wird sich erst zeigen, wenn der neue Personalvorstand vorgestellt wird. Bis dahin versucht das Unternehmen, Stabilität zu vermitteln und den Wachstumskurs fortzusetzen.