Der Autozulieferer Stabilus reagiert auf die zuletzt schwache Kursentwicklung mit einem Aktienrückkaufprogramm. Das Unternehmen will damit ein Signal an den Kapitalmarkt senden, nachdem Ausblick und Dividendenkürzung die Anleger zuletzt enttäuscht hatten.
Stabilus teilte am Montagabend mit, eigene Aktien im Wert von bis zu 20 Millionen Euro zurückkaufen zu wollen. Das Programm soll Mitte Januar starten und auf eine Laufzeit von maximal zwölf Monaten ausgelegt sein. Beim aktuellen Kursniveau entspricht das Rückkaufvolumen rund vier Prozent des Grundkapitals des Unternehmens.
Die Aktien sollen über den Markt erworben werden. Weitere Details zur konkreten Ausgestaltung des Programms nannte das Unternehmen zunächst nicht.
Der Schritt folgt auf eine Phase deutlicher Kursverluste. Stabilus hatte zuletzt mit einem verhaltenen Ausblick auf das neue Geschäftsjahr für Enttäuschung gesorgt und zugleich eine spürbare Kürzung der Dividende angekündigt. Beides belastete die Aktie, die im bisherigen Jahresverlauf rund ein Drittel an Wert verloren hat.
Mit dem Rückkaufprogramm will der Konzern offenbar Vertrauen zurückgewinnen und die Attraktivität der Aktie zumindest kurzfristig stützen.
An der Börse kam die Ankündigung zunächst positiv an. Im Xetra-Handel legte die Stabilus-Aktie zeitweise um rund 0,5 Prozent auf etwa 20,50 Euro zu. Zuletzt notierte das Papier bei rund 20,35 Euro und damit klar unter den Niveaus zu Jahresbeginn.
Ob das Rückkaufprogramm über die kurzfristige Kursreaktion hinaus Wirkung entfalten kann, dürfte maßgeblich davon abhängen, ob Stabilus operativ wieder zu mehr Stabilität und Wachstum zurückfindet.




