Der Koblenzer Auto- und Industriezulieferer Stabilus streicht im Rahmen eines Sparprogramms 450 seiner 8.000 Arbeitsplätze. Betroffen sind vor allem Standorte in Deutschland und den USA, wo Hierarchien abgebaut und Strukturen zusammengelegt werden sollen. „Wir pflücken hier vor allem die tief hängenden Früchte“, sagte Vorstandschef Michael Büchsner.
Ergebnis bricht ein
Das Programm belastet das laufende Geschäftsjahr 2024/25 mit rund 18 Millionen Euro. Das Konzernergebnis dürfte dadurch auf 25 Millionen Euro sinken – nach 72 Millionen Euro im Vorjahr. Analysten hatten bisher fast mit dem Doppelten gerechnet. Entsprechend verlor die SDax-Aktie am Freitag 5,4 Prozent auf 23,60 Euro.
Kostenersparnis ab 2026
Die Maßnahmen sollen ab dem Geschäftsjahr 2026/27 spürbar wirken. Dann sollen die Kosten um 19 Millionen Euro, ab 2027/28 um 32 Millionen Euro jährlich sinken. Am Umsatzziel von rund 1,3 Milliarden Euro für 2024/25 hält Stabilus fest. Wachstumsperspektiven sieht Büchsner vor allem in Asien.



