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Samsung sichert sich $16,5-Milliarden-Auftrag von Tesla: Strategischer Erfolg gegen TSMC

Quelle: eulerpool

Samsungs $16,5-Mrd.-Deal mit Tesla belebt das Foundry-Geschäft und markiert einen strategischen Schlag gegen TSMC.

Mit einem Achtjahresvertrag im Volumen von $16,5 Mrd. hat sich Samsung Electronics den bislang größten Einzelkundenauftrag seiner Unternehmensgeschichte gesichert: Tesla wird seine nächste Generation an KI-Chips beim südkoreanischen Konzern fertigen lassen. Die Chips vom Typ AI6 sollen künftig sowohl Teslas autonome Fahrfunktionen als auch humanoide Roboterplattformen antreiben.

Die Produktion wird im texanischen Taylor erfolgen – in einer neuen Halbleiterfabrik, die Teil von Samsungs $40 Mrd. US-Investitionspaket ist, das unter dem „Chips and Science Act“ der Biden-Regierung mit Subventionen gefördert wird. Der Börsenwert von Samsung legte nach Bekanntgabe um 6 Prozent zu; der Auftragswert entspricht rund 7,6 Prozent des erwarteten Umsatzes für 2024.

Elon Musk, CEO von Tesla, betonte auf X die strategische Relevanz des Auftrags und kündigte an, selbst „die Linie entlangzugehen“, um die Effizienz zu maximieren. „Das Werk liegt praktisch vor meiner Haustür“, schrieb Musk – der nicht ausschloss, dass das tatsächliche Auftragsvolumen künftig ein Vielfaches der initialen Summe erreichen könnte.

Der Auftrag stellt einen bedeutenden Schritt für Samsung dar, das im Foundry-Markt unter massivem Konkurrenzdruck von Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) steht – bislang exklusiver Partner für Teslas AI5-Chip, dessen Serienproduktion Ende des Jahres starten soll. TSMC dominiert den Sektor mit mehr als 50 Prozent Marktanteil.

Bisher hatte Samsung Schwierigkeiten, Kunden von einem Wechsel zur eigenen 2-Nanometer-Technologie zu überzeugen. Der Produktionsstart in Taylor war auf 2026 verschoben worden. Analysten von Macquarie warnten im vergangenen Jahr sogar, die neue Fab könnte ohne Großkunden ein „stranded asset“ werden. Schätzungen zufolge hat Samsungs Foundry-Sparte allein im ersten Halbjahr 2025 operative Verluste von umgerechnet $3 Mrd. eingefahren.

Die neue Großbestellung könnte das Blatt wenden. Laut Kim Yang-paeng vom Korea Institute for Industrial Economics and Trade dürfte der Tesla-Auftrag nicht nur die Ausbeute („yield“) der Produktion in Texas verbessern, sondern auch als Türöffner für weitere Großkunden fungieren. „Wer Tesla gewinnt, wird für Apple, Nvidia oder Amazon relevant“, so Kim.

Trotz des symbolischen Erfolgs zweifeln Analysten an der Rentabilität des Deals. Samsung dürfte Tesla äußerst attraktive Konditionen geboten haben, um sich gegen TSMC durchzusetzen. Dennoch: „Für Samsung ist dieser Auftrag ein strategisches Investment in Glaubwürdigkeit und Technologieerfahrung“, betont Daniel Kim von Macquarie. Die operative Nutzung der Taylor-Fabrik und der Einstieg in die 2-Nanometer-Produktion seien längerfristig entscheidend.