LIVESo. 14. Juni, 11 Uhr — Michael enthüllt seine Top-Aktien

Ryanair senkt Wachstumsziele wegen Boeing-Lieferverzögerungen

Quelle: eulerpool

Ryanair reduziert seine Wachstumsziele für 2025/2026, da Boeing-Lieferverzögerungen den Flottenausbau behindern und dadurch das Passagierwachstum dämpfen.

Europas größter Billigflieger, Ryanair, korrigiert seine Passagierprognose für das Geschäftsjahr 2025/2026 nach unten. Grund sind anhaltende Verzögerungen bei Boeing, die dazu führen, dass die Iren fünf Millionen Passagiere weniger als ursprünglich geplant befördern werden. Ryanair rechnet nun mit etwa 210 Millionen Fluggästen statt der zuvor prognostizierten 215 Millionen.

Im laufenden Geschäftsjahr bis März 2025 bleibt Ryanair-Chef Michael O'Leary jedoch optimistisch: Die Zielmarke von 198 bis 200 Millionen Passagieren soll erreicht werden, ein Anstieg gegenüber den 184 Millionen des Vorjahres. Langfristig peilt das Unternehmen eine Passagierzahl von 300 Millionen bis zum Jahr 2033/34 an.

Die Verzögerungen betreffen bereits neun Boeing-Maschinen, deren Auslieferung sich um drei Monate verschiebt. Dies belastet Ryanairs Wachstumsperspektiven, da die Airline vollständig auf den Boeing-Typ 737 setzt. Die Boeing-Krise, die durch technische Probleme und einen Streik verschärft wird, bringt Ryanair in eine schwierige Lage. Die Fluggesellschaft profitiert normalerweise von den Effizienzvorteilen einer einheitlichen Flotte, muss jedoch nun mit den Auswirkungen der Boeing-Engpässe kämpfen.

Finanziell spürt Ryanair den Preisdruck: Im laufenden Quartal erwartet O'Leary nur geringe Flugpreisanstiege gegenüber dem Vorjahr, obwohl die Nachfrage „stark“ sei und der Preisverfall sich abschwäche. Der Umsatz wuchs im dritten Quartal um drei Prozent auf knapp 5,1 Milliarden Euro, während der Gewinn aufgrund steigender Personal- und Flughafenkosten um sechs Prozent auf 1,4 Milliarden Euro sank.