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Playmobil schließt deutsches Werk: Ein symbolischer Bruch mit der Tradition

  • Playmobil schließt das Werk in Dietenhofen und verlagert die Produktion ins Ausland.
  • Die Entscheidung folgt auf gestiegene Produktionskosten und strukturelle Spannungen im Unternehmen.

Playmobil beendet die Produktion in Deutschland und schließt das Werk in Dietenhofen mit 350 Beschäftigten. Die Entscheidung folgt auf gestiegene Produktionskosten und eine umfassende Analyse der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Die Fertigung wird ins Ausland verlagert, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und Kosten zu senken. Große Teile der Produktion laufen bereits seit Jahrzehnten auf Malta.

Die Schließung des Werks bedeutet das Ende eines Kapitels deutscher Industriegeschichte. Playmobil war über Jahrzehnte ein Synonym für „Made in Germany“ im Kinderzimmer.

Die Industriegewerkschaft IGBCE kritisiert das Management für Wortbruch und mangelnde Informationspolitik. Die Belegschaft wurde erst kurz vor einer Mitarbeiterversammlung informiert.

Seit dem Tod von Gründer Horst Brandstätter 2015 steckt das Unternehmen in strukturellen Spannungen. Die Eigentümerstruktur ist komplex, und es gibt Kritik an der Nachfolgeregelung.

Vorstandschef Bahri Kurter sprach kürzlich von einer möglichen Trendwende durch neue Partnerschaften und technische Innovationen. Ob diese Initiativen greifen, bleibt offen.

Mit der Schließung des Werks endet ein symbolischer Bruch mit der eigenen Geschichte. Der strategische Realismus wird von Kostendruck und internationalem Wettbewerb getrieben.

Quelle: Eulerpool Research Systems