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Novo Nordisk: Unerwartete Prognose führt zu Kurssturz

  • Novo Nordisk prognostiziert Umsatzrückgang, Aktie fällt um 14 Prozent.
  • Wettbewerb und Preisdruck im US-Markt belasten den Ausblick.

Novo Nordisk, einst eine Wachstumsikone im Pharmasektor, sieht sich nun mit Herausforderungen konfrontiert. Eine schwache Prognose für 2026 ließ die Aktie um 14 Prozent fallen, zeitweise unter 43 Euro. Der Ausblick überraschte den Markt negativ.

Das Unternehmen erwartet bei konstanten Wechselkursen einen Umsatzrückgang von 5 bis 13 Prozent. Analysten hatten nur ein moderates Minus erwartet. Ein einziger Satz im Ausblick setzte die Aktie unter Verkaufsdruck.

Obwohl die operativen Zahlen für das vierte Quartal überzeugen, zählt an der Börse der Ausblick. Ozempic und Wegovy verkaufen sich stark, die Nachfrage bleibt hoch. Doch der US-Markt übt Druck aus.

Eli Lilly verschärft mit Zepbound den Wettbewerb im GLP-1-Segment. Zudem steigt der politische Preisdruck in den USA. Eine „Most Favoured Nations“-Systematik könnte die Arzneimittelpreise senken.

Für Novo bedeutet dies, dass der Umsatz pro Behandlung trotz steigender Patientenzahlen sinken könnte. Der Schutz für Semaglutid läuft in mehreren Märkten aus, Nachahmerprodukte rücken näher.

Novo setzt auf die Einführung der Wegovy-Pille als strategischen Hebel. Seit dem Start wurden über 170.000 Patienten gewonnen, 80 Prozent davon sind GLP-1-Neulinge.

Zusätzlich plant Novo ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 15 Milliarden DKK und eine Dividende von 11,70 DKK je Aktie für 2025. Kapitalmaßnahmen können jedoch strukturelle Unsicherheiten nicht überdecken.

Die entscheidende Frage bleibt, ob das Umsatzminus nur eine zyklische Delle ist oder der Beginn sinkender Preissetzungsmacht. Novo Nordisk bleibt operativ stark, aber der Bewertungsaufschlag für strukturelles Wachstum steht zur Disposition.

Quelle: Eulerpool Research Systems