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Jungheinrich: Neue Phase im Arbeitskonflikt – IG Metall setzt auf Verhandlungen

  • IG Metall sagt Protestaktionen ab und setzt auf Verhandlungen mit Jungheinrich.
  • Aktie zeigt sich stabil, Markt wertet Gespräche als konstruktives Signal.

Der festgefahrene Arbeitskonflikt beim Gabelstaplerhersteller Jungheinrich tritt in eine neue Phase ein. Die IG Metall hat kurzfristig geplante Protestaktionen abgesagt und konzentriert sich nun auf direkte Verhandlungen mit dem Unternehmen.

Ursprünglich waren eine Pressekonferenz und eine Protestkundgebung in Hamburg geplant, die nun gestrichen wurden. Hintergrund sind laufende Gespräche über die Zukunft des Standorts Lüneburg, die in der kommenden Woche fortgesetzt werden sollen.

Jungheinrich hat den Beginn der Verhandlungen bestätigt. Im Zentrum stehen Abfindungsregelungen und mögliche Zusatzleistungen für Gewerkschaftsmitglieder. Über konkrete Details wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Beschäftigten in Lüneburg befinden sich seit dem 20. November in einem unbefristeten Streik. An der Börse zeigt sich die Entwicklung bislang ohne größere Ausschläge. Die Jungheinrich-Aktie verlor im XETRA-Handel zeitweise 0,16 Prozent auf 36,70 Euro.

Die Zurückhaltung der Investoren deutet darauf hin, dass der Markt die Gespräche als konstruktives Signal wertet, ohne jedoch eine nachhaltige Lösung einzupreisen. Entscheidend wird sein, ob eine Einigung erzielt wird, die betriebswirtschaftliche und soziale Belange berücksichtigt.

Quelle: Eulerpool Research Systems