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Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Deutschland: Einnahmen 2024 bei über 10 Milliarden Euro

  • ARD, ZDF und Deutschlandradio erzielten 2024 Einnahmen von 10,389 Milliarden Euro, größtenteils aus Rundfunkbeiträgen.
  • Seit 1995 stiegen die inflationsbereinigten Einnahmen um 4,5 Milliarden Euro, trotz eines inflationsbedingten Kaufkraftverlusts von 40 Prozent.

ARD, ZDF und Deutschlandradio erzielten 2024 Einnahmen von 10,389 Milliarden Euro. Damit bleibt das deutsche öffentlich-rechtliche Rundfunksystem das umsatzstärkste weltweit. Der Großteil der Mittel stammt aus dem Rundfunkbeitrag, der pro Haushalt 18,36 Euro beträgt.

Die neun ARD-Landesrundfunkanstalten trugen 7,57 Milliarden Euro bei, das ZDF 2,54 Milliarden Euro und Deutschlandradio 279 Millionen Euro. Über 85 Prozent der Einnahmen stammen aus Rundfunkbeiträgen, Werbung und Sponsoring.

Seit 1995 stiegen die inflationsbereinigten Einnahmen um 4,5 Milliarden Euro, was einem nominalen Zuwachs von 76 Prozent entspricht. Trotz eines inflationsbedingten Kaufkraftverlusts von 40 Prozent wuchs das System real deutlich.

Seit 2022 liegen die Einnahmen konstant über zehn Milliarden Euro. 2023 wurden 10,53 Milliarden Euro erzielt, 2024 gab es einen leichten Rückgang auf 10,389 Milliarden Euro, hauptsächlich durch geringere Beitragseinnahmen.

Für 2026 erwarten ARD, ZDF und Deutschlandradio Einnahmen von 10,63 Milliarden Euro. Die Diskussionen über Auftrag, Struktur und Effizienz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks werden durch den Reformstaatsvertrag intensiviert.

Finanziell bleibt das System im internationalen Vergleich gut ausgestattet. Die zukünftige Mittelverwendung wird die medienpolitische Debatte weiter prägen.

Quelle: Eulerpool Research Systems