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Nord Stream 2: Schweizer Gericht verhindert Insolvenz – US-Investor zeigt Interesse

  • Schweizer Gericht verhindert Insolvenz von Nord Stream 2, ermöglicht Sanierung.
  • US-Investor Steven Lynch zeigt Interesse an Übernahme trotz geopolitischer Risiken.

Ein Schweizer Gericht hat die Insolvenz der Nord Stream 2 AG abgewendet. Ein Nachlassvertrag ermöglicht die Sanierung des Unternehmens, das die beschädigte Gaspipeline zwischen Russland und Deutschland betreibt.

Der US-Energieunternehmer Steven Lynch prüft einen Einstieg, trotz der geopolitischen Risiken. Die bestehenden Genehmigungen bleiben vorerst bestehen, was eine Übernahme erleichtert.

Die Gläubiger, darunter OMV, Shell und Uniper, haben einer Einigung zugestimmt. Uniper ist eng in den Prozess eingebunden, da es fast vollständig in staatlicher Hand ist.

Die Grünen kritisieren die Entscheidung scharf. Ex-Staatssekretär Michael Kellner wirft der Bundesregierung vor, eine Reaktivierung der Pipeline zu ermöglichen.

Nord Stream 2 bleibt geopolitisch brisant. Eine Reaktivierung könnte als Verhandlungsmasse zwischen den USA, Russland und Europa dienen, insbesondere bei Friedensgesprächen.

Lynch hat bei US-Behörden eine Ausnahmegenehmigung für den Erwerb der sanktionierten Gesellschaft beantragt. Sein Ziel ist es, die Pipeline in amerikanischen Besitz zu überführen.

Die Entscheidung über einen Verkauf liegt allein bei Gazprom. Die Gläubiger haben kein Mitspracherecht, sind aber verpflichtet, ihre Verluste zu minimieren.

Quelle: Eulerpool Research Systems