Der Berliner B2B-BNPL-Anbieter Mondu setzt weiter auf Wachstum und hat sich dafür eine neue Kreditlinie über 100 Millionen Euro von J.P. Morgan Payments gesichert. Zusätzlich tritt das Fintech dem Partnernetzwerk der US-Großbank bei – ein Schritt, der seine Präsenz im europäischen und internationalen Handel massiv erweitern könnte.
Mit der neuen Finanzierung will Mondu seine Produkt- und Marktstrategie ausbauen. Das Unternehmen bietet „Buy now, pay later“ für Geschäftskunden an – ein Segment, das weltweit stark wächst und für Händler besonders attraktiv ist, weil es schnelle Zahlungsfreigaben mit flexiblen Zahlungszielen kombiniert.
Die Kreditlinie stammt ausgerechnet von einem der global größten Zahlungsnetzwerke. J.P. Morgan Payments wickelt jährlich Händlertransaktionen im Volumen von mehr als 2 Billionen US-Dollar ab. Durch die Aufnahme in dessen Partnernetzwerk erhält Mondu Zugang zu rund 80 internationalen Unternehmen, die künftig BNPL-Lösungen des Berliner Fintechs nutzen könnten. Zu diesem Netzwerk gehören unter anderem auch Klarna und Payhawk.
Für die Finanzierung seiner Kundenforderungen greift Mondu bewusst auf Fremdkapital zurück. Dieser Weg sei deutlich kapitaleffizienter, erklärt das Unternehmen. Eigenkapital soll gezielt für strategisches Wachstum eingesetzt werden, während Fremdkapital die operative Skalierung unterstützt – ein Modell, das sich im BNPL-Bereich inzwischen etabliert hat.
Bereits in der Vergangenheit hatte Mondu Fremdfinanzierungen genutzt, damals von der Vereinigten Volksbank.
Mondu ist inzwischen in 30 europäischen Ländern aktiv. Ein wichtiger Meilenstein war im vergangenen Jahr der Erhalt der E-Geld-Lizenz der Niederländischen Zentralbank. Damit kann das Fintech Zahlungsdienste EU-weit anbieten und regulatorisch stabil wachsen.
Im kommenden Jahr sollen weitere internationale Märkte in den Blick genommen werden. Co-CEO Philipp Povel betont, dass sowohl die Finanzierung als auch die Kooperation mit J.P. Morgan zentrale Treiber der nächsten Expansionsphase sind.
Das 2021 gegründete Unternehmen wächst rasant. In nur zwei Jahren habe sich der Umsatz verzehnfacht, teilt Mondu mit. Finanziert wird der Aufbau vor allem von namhaften Investoren wie Peter Thiels Valar Ventures und dem Berliner Fonds Cherry Ventures.
Mit der neuen Kreditlinie stellt sich Mondu nun breiter auf – und bereitet sich darauf vor, im globalen B2B-Zahlungsverkehr eine größere Rolle zu spielen.




