Die US-Bank JPMorgan hat ihre Einschätzung für die Aktie des Verpackungs- und Medizintechnikherstellers Gerresheimer bekräftigt – und bleibt trotz einer massiven Kurszielsenkung von 99,30 auf 46 Euro bei der Bewertung „Overweight“.
Analyst David Adlington zeigt in seiner am Montag veröffentlichten Studie Verständnis für den Vertrauensverlust vieler Investoren nach der erneuten Gewinnwarnung des Unternehmens. Der Aktienkurs war zuletzt stark eingebrochen, nachdem Gerresheimer seine Erwartungen für Umsatz und operativen Gewinn nach unten korrigiert hatte.
Trotz der negativen Schlagzeilen sieht Adlington auf dem aktuellen Kursniveau mehr Chancen als Risiken. Die Aktie sei nach dem Absturz „deutlich überverkauft“, die langfristigen Wachstumsaussichten des Unternehmens jedoch weiter intakt.
JPMorgan verweist auf das solide Geschäftsmodell von Gerresheimer, das sich auf die Produktion von pharmazeutischen Verpackungen, Injektionssystemen und medizinischen Speziallösungen konzentriert. Der Konzern gilt als wichtiger Zulieferer für die globale Gesundheitsindustrie – ein Markt, der langfristig von alternden Bevölkerungen und steigendem Medikamentenbedarf profitiert.
Kurzfristig erwartet JPMorgan eine Phase der Konsolidierung, bevor sich die Aktie wieder stabilisieren dürfte. Adlington betont, dass der operative Umbau bei Gerresheimer und die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Medizinverpackungen mittelfristig erneutes Wachstum ermöglichen könnten.
Trotz des drastisch reduzierten Kursziels bleibt die Bank bei ihrer übergewichteten Empfehlung – ein klares Signal, dass JPMorgan langfristig an eine Erholung der Aktie glaubt.




