Der US-Moderator Jimmy Kimmel ist nach kurzer Absetzung zurück auf Sendung. Hinter der Rückkehr steckt nicht nur ein Streit um Humor, sondern ein Machtkampf zwischen Disney, großen TV-Partnern und Donald Trump.
Zum Start seiner Show sprach Kimmel emotional über den Mord an Aktivist Charlie Kirk, für dessen Tod er zuvor Kritik geerntet hatte. Anschließend ging er frontal auf den Präsidenten los: Trump wolle ihn und hunderte Mitarbeiter „arbeitslos machen“. Mit einem Seitenhieb meinte Kimmel: „Dieses Land ist so autoritär geworden, die Deutschen sagen schon: Komm’ zu uns!“
Ganz zurück ist die Show dennoch nicht. Die Rundfunkgruppen Nexstar und Sinclair, die ein Viertel der ABC-Stationen kontrollieren, verweigern die Ausstrahlung. Hintergrund: Nexstar will für sechs Milliarden Dollar den Sender Tegna übernehmen und braucht dafür die Zustimmung der FCC – geleitet von einem Trump-Vertrauten.
Trump kritisierte Kimmels Comeback scharf und sprach von einem „illegalen Wahlkampfbeitrag“. Beobachter sehen eine Einschüchterungskampagne: Drohungen mit Lizenzentzug erinnern manche Republikaner bereits an Mafia-Methoden.
Disney versucht, neutral zu bleiben – doch die Lage ist heikel. Es gibt Boykottaufrufe, prominente Fürsprecher für Kimmel und Druck von Investoren. Die Quoten seiner Comeback-Sendung waren deutlich höher, auf Social Media legte er spürbar zu.




