Gold erreicht mit 3.791 US-Dollar pro Unze ein neues Allzeithoch, Silber steigt auf den höchsten Stand seit 14 Jahren. Sinkende Zinsen, politische Risiken und Sorgen um die Staatsverschuldung treiben die Nachfrage – Analysten heben ihre Prognosen deutlich an.
Zum bereits 37. Mal in diesem Jahr markierte der Goldpreis ein neues Allzeithoch. Am Dienstag kletterte die Notierung auf 3.791 US-Dollar je Feinunze. Silber zog parallel an und erreichte mit rund 44 Dollar pro Unze den höchsten Wert seit 2011.
Hintergrund ist die jüngste Zinssenkung der US-Notenbank Fed, die weitere Schritte signalisiert hat. Sinkende Zinsen machen Anleihen unattraktiver und erhöhen den Reiz von Edelmetallen, die keine laufenden Erträge abwerfen.
Bemerkenswert: Die Rally hält an, obwohl US-Anleiherenditen bei rund 4 % liegen – eigentlich ein Gegenwind für Gold. Analysten sehen daher zusätzliche Treiber:
Goldman Sachs rechnet inzwischen mit einem Goldpreis von bis zu 5.000 Dollar je Unze, falls nur 1 % der privat gehaltenen US-Staatsanleihen in Gold umgeschichtet wird. Auch andere Institute haben ihre Erwartungen nach oben angepasst.



