Israelischer Luftangriff: Hamas-Kommandeur Mohammed Sinwar möglicherweise getötet – Verhandlungen in Doha intensiviert
- Israel verstärkt militärische Präsenz in Gaza, 670 Luftangriffe gegen Hamas.
- Mohammed Sinwar möglicherweise getötet, Verhandlungen in Doha intensiviert.
Israel hat seine militärische Präsenz in Gaza erheblich verstärkt. Fünf Divisionen operieren im Norden und Süden des Küstenstreifens. In den letzten Tagen wurden 670 Luftangriffe gegen Hamas-Ziele durchgeführt, darunter Waffenlager und Tunnelsysteme.
Die Offensive zielt darauf ab, Hamas zur Aufgabe ihrer militärischen Infrastruktur zu zwingen und Druck für die Freilassung von 57 israelischen Geiseln auszuüben. Parallel dazu laufen politische Verhandlungen in Doha.
Ein israelischer Regierungsvertreter berichtete, dass Mohammed Sinwar, ein führender Hamas-Kommandeur, bei einem gezielten Angriff auf das Europäische Krankenhaus in Khan Younis „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ getötet wurde. Offizielle Bestätigungen stehen noch aus.
Sinwar war der Bruder von Yahya Sinwar, der im Oktober getötet wurde. Er galt als Schlüsselfigur in den Geiselfragen und als kompromissloser Hardliner innerhalb der Hamas.
Sein Tod könnte die Machtverhältnisse innerhalb der Hamas verschieben. Beobachter erwarten einen Machtkampf zwischen der militärischen Führung in Gaza und dem politischen Flügel im Exil in Doha.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betonte, dass israelische Delegierte „jede Chance“ auf ein Abkommen nutzen würden. Voraussetzung für ein Kriegsende bleibt die Freilassung der Geiseln und die Entwaffnung der Hamas.
Militärexperten sehen Hamas durch die israelischen Angriffe militärisch geschwächt. Die Organisation hat viele erfahrene Kommandeure verloren. Dennoch warnt der ehemalige Geheimdienstoffizier Michael Milshtein vor einem Zusammenbruch der Hamas.