Indische Zuwanderer: Spitzenverdiener und Innovationsmotor in Deutschland
- Indische Zuwanderer sind die Topverdiener in Deutschland mit einem Durchschnittsgehalt von 5393 Euro brutto im Monat.
- Ihre starke Präsenz in MINT-Berufen und die hohe Bleibebereitschaft nach dem Studium stärken die deutsche Wirtschaft nachhaltig.
Indische Zuwanderer sind die Topverdiener unter allen Einwanderungsgruppen in Deutschland. Laut einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft verdienen sie durchschnittlich 5393 Euro brutto im Monat, während deutsche Vollzeitbeschäftigte im Schnitt 4177 Euro verdienen.
Der hohe Verdienst indischer Arbeitnehmer ist auf ihre Berufsstruktur zurückzuführen. Rund 30,7 Prozent der 25- bis 44-jährigen Inder arbeiten in MINT-Berufen, wo der Fachkräftemangel besonders ausgeprägt ist.
In akademischen MINT-Berufen verdienen indische Fachkräfte im Alter von 25 bis 45 Jahren durchschnittlich 6172 Euro brutto im Monat. Der Arbeitsmarkt honoriert ihre Qualifikation und Spezialisierung.
Seit 2012 wirbt die Bundesregierung gezielt um qualifizierte Fachkräfte aus Drittstaaten. Die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte in Deutschland stieg um mehr als 150 Prozent, in MINT-Berufen sogar um über 370 Prozent.
Besonders stark ist der Zuwachs bei indischen Beschäftigten in MINT-Berufen, deren Zahl von 3750 im Jahr 2012 auf 32.847 im Jahr 2024 stieg – ein Plus von fast 776 Prozent.
Die Hochschulzuwanderung spielt eine zentrale Rolle. Die Zahl indischer Studierender an deutschen Hochschulen hat sich vervielfacht, und rund zwei Drittel wollen nach dem Abschluss in Deutschland arbeiten.
Indische Zuwanderer tragen zur Entlastung des Arbeitsmarkts bei und stärken die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft. Die Zahl der Patentanmeldungen von Erfindern mit indischen Wurzeln hat sich zwischen 2000 und 2022 verzwölffacht.
Der Einkommensvorsprung indischer Zuwanderer ist Ausdruck ihres strukturellen Beitrags zur deutschen Wirtschaft und zeigt, welche Art von Zuwanderung künftig besonders gefragt sein wird.