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HMRC stoppt vorübergehend VAT-Forderungen gegen Uber nach Bolts juristischem Erfolg

  • HMRC setzt vorübergehend VAT-Forderungen gegen Uber aus, nach Bolts juristischem Erfolg.
  • Uber gewinnt Zeit, während HMRC Berufung gegen das Urteil anstrebt.

His Majesty’s Revenue & Customs (HMRC) hat überraschend die Durchsetzung von VAT-Zahlungen gegen Uber ausgesetzt. Diese Entscheidung folgt einem juristischen Erfolg des Konkurrenten Bolt, der im März vor dem Upper Tribunal einen wichtigen Sieg errang.

Das Gericht entschied, dass Bolt unter das Tour Operators’ Margin Scheme (TOMS) fällt und nur auf seine Marge VAT zahlen muss. HMRC ist enttäuscht und strebt eine Berufung an, hat jedoch die Forderungen gegen Uber vorerst gestoppt.

Uber musste bisher quartalsweise hohe Zahlungen leisten, um sein Berufungsverfahren fortzusetzen. Seit 2022 summierten sich diese auf 1,4 Milliarden Pfund. Diese Praxis ist nun vorübergehend ausgesetzt.

Der steuerrechtliche Hintergrund ist komplex. Seit einem Urteil des Supreme Court 2021 muss Uber seine Fahrer als Arbeitnehmer behandeln, was HMRC veranlasste, VAT auf den vollen Fahrpreis zu verlangen.

Uber argumentiert, es agiere lediglich als Vermittler und dürfe daher TOMS anwenden. Im Jahr 2023 erzielte Uber 5,3 Milliarden Pfund Umsatz im Vereinigten Königreich, was die steuerliche Bewertung relevant macht.

Eine Schadenersatzklage der Londoner Black-Cab-Fahrer gegen Uber schwelt im Hintergrund. Uber weist die Vorwürfe als „völlig haltlos“ zurück.

HMRC schweigt offiziell zu seinem Kurswechsel und verweist auf die Vertraulichkeit des Steuerverhältnisses. Uber bleibt in der öffentlichen Kommunikation zurückhaltend und verweist auf den Quartalsbericht.

Hinter den Kulissen ist klar: Der britische Staat hat an steuerrechtlicher Front gegen die Plattformökonomie an Boden verloren, während Uber Zeit gewinnt.

Quelle: Eulerpool Research Systems