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HHLA kürzt Dividende: Widerstand bei Kleinanlegern wächst

  • HHLA kürzt Dividende von 16 auf 10 Cent je Aktie, was bei Kleinanlegern für Unmut sorgt.
  • Mehrheitseigner Stadt Hamburg und MSC verteidigen die Entscheidung mit geopolitischen und unternehmerischen Herausforderungen.

Die Mehrheitseigner der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) haben beschlossen, die Dividende von 16 auf 10 Cent je Aktie zu senken. Diese Entscheidung wird auf der heutigen Hauptversammlung getroffen.

Die Stadt Hamburg und die Reederei MSC, die über 90 Prozent der Anteile halten, haben den Gegenantrag eingebracht. Streubesitzaktionäre, die etwa fünf Prozent der Anteile halten, sind verärgert.

Markus Neumann von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SDK) kritisiert den Antrag als „kleinkariert und armselig“. Die Kürzung spare lediglich 200.000 Euro ein.

Dirk Unrau von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) sieht darin eine „Diktatur durch den Mehrheitsaktionär“ und kritisiert den Aufsichtsratsvorsitzenden Rüdiger Grube.

Grube verteidigt die Entscheidung mit der geopolitischen Lage und der Transformation des Unternehmens. Die HHLA investiert stark in Containerterminals, was eine vorsichtige Dividendenpolitik erfordert.

Die HHLA steht unter Druck, nachdem Konzernchefin Angela Titzrath ihren Rückzug angekündigt hat. Sie war nicht in die Verkaufspläne der Stadt Hamburg an MSC eingebunden.

Der Einstieg von MSC hat politische Wellen geschlagen, besonders am Hamburger Stammsitz der konkurrierenden Reederei Hapag-Lloyd. Die Dividendenkürzung könnte den Unmut weiter verstärken.

Quelle: Eulerpool Research Systems