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Goldpreis erreicht neues Allzeithoch: Ein Vertrauensverlust in das globale Geldsystem

  • Goldpreis erreicht neues Allzeithoch von 5.588 Dollar, spiegelt Misstrauen in das globale Geldsystem wider.
  • Geopolitische Unsicherheiten und Zweifel an der US-Notenbank treiben Investoren in Sachwerte wie Gold.

Der Goldpreis hat erstmals die Marke von 5.500 US-Dollar je Feinunze überschritten und ein neues Allzeithoch von 5.588 Dollar erreicht. In Euro liegt der Preis bei 4.663 Euro. Diese Entwicklung spiegelt ein wachsendes Misstrauen gegenüber dem globalen Geldsystem wider.

Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis um 28 Prozent gestiegen. Silber verzeichnet sogar einen Anstieg von über 60 Prozent und notiert bei 118 Dollar je Unze. Die Nachfrage nach Edelmetall-ETFs und physischen Beständen nimmt ebenfalls zu.

Der Anstieg des Goldpreises in verschiedenen Währungen zeigt, dass es sich um einen globalen Trend handelt, nicht nur um einen Währungseffekt. Geopolitische Unsicherheiten und Zweifel an der Unabhängigkeit der US-Notenbank treiben die Preise.

Investoren befürchten eine stärkere Politisierung der Geldpolitik. Dies führt zu einer Umschichtung von Vermögen in Sachwerte wie Gold, das als Gegenwährung fungiert. Der sogenannte Debasement Trade gewinnt an Bedeutung.

Maximilian Tomei von Galena Asset Management erklärt, dass der Goldpreis weniger durch physische Nachfrage, sondern durch die Schwäche der Referenzwährung getrieben wird. Gold wird als Währung betrachtet, die bei Entwertung der Referenzwährung im Preis steigt.

In Zeiten politischer Unsicherheit wird Gold wieder zum Vertrauensanker. Der gleichzeitige Anstieg von Silber und anderen Edelmetallen unterstreicht die systemische Absicherung, nicht nur eine spekulative Mode.

Nach dem Überschreiten der 5.500-Dollar-Marke stellt sich die Frage, ob der Markt überhitzt ist oder ob eine größere Neubewertung bevorsteht. Technisch ist Gold kurzfristig überkauft, doch die Flucht in reale Werte könnte anhalten.

Gold ist weniger ein Investment-Case als ein politisch-monetäres Barometer. Der neue Rekord zeigt, dass die Märkte dem bestehenden System immer weniger vertrauen und bereit sind, einen hohen Preis für Absicherung zu zahlen.

Quelle: Eulerpool Research Systems