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AppLovin Aktie unter Druck: Shortbericht von CapitalWatch sorgt für Turbulenzen

  • AppLovin Aktie unter Druck nach Shortbericht von CapitalWatch.
  • Unternehmen weist Vorwürfe entschieden zurück, Stabilisierung der Aktie folgt.

Die Aktie von AppLovin geriet kürzlich stark unter Druck. Ein aggressiver Shortbericht von CapitalWatch war der Auslöser. Das Unternehmen wies die Vorwürfe entschieden zurück, was zur Stabilisierung der Aktie führte. Anleger fragen sich nun, ob dies eine Kaufgelegenheit oder ein Risiko darstellt.

CapitalWatch erhebt schwere Anschuldigungen gegen AppLovin. Das Unternehmen soll als „sicherer Hafen“ für Gelder aus chinesischen Schneeballsystemen und Betrugsnetzwerken in Südostasien fungieren. Im Fokus steht Großaktionär Hao Tang, der mit der kollabierten Plattform Tuandai.com in Verbindung gebracht wird.

Besonders brisant: Laut CapitalWatch könnten kriminelle Syndikate AppLovin nutzen, um illegale Gelder über fingierte App-Installationen und Werbebuchungen in legale Einnahmen zu verwandeln. AppLovin reagierte mit einer deutlichen Stellungnahme und bezeichnete den Bericht als „voller falscher, irreführender und unsinniger Behauptungen“.

AppLovin betont, dass sie als börsennotierter Konzern strengen Compliance-, KYC- und Steuerprüfungen unterliegen. Werbezahlungen laufen über regulierte Intermediäre, und jede Transaktion hinterlässt prüfbare Spuren. Verstöße werden automatisiert und manuell überwacht, auffällige Kunden konsequent ausgeschlossen.

Der Angriff kommt nicht überraschend. In den letzten Jahren hatten Shortseller wie Muddy Waters und Fuzzy Panda das Geschäftsmodell attackiert. CEO Adam Foroughi ließ 2025 eine unabhängige Untersuchung durch Quinn Emanuel durchführen, die keine Belege für die Vorwürfe fand.

Nach dem Kursrutsch setzte eine technische Gegenbewegung ein, parallel zur Erholung im Nasdaq. Das Vertrauen bleibt jedoch angeschlagen. Institutionelle Investoren warten ab, ob weitere regulatorische Stellen aktiv werden oder ob sich der Vorwurf als substanzlos erweist.

Fundamental bleibt AppLovin ein profitabler Player im KI-getriebenen Mobile-Marketing mit starkem Cashflow und Wachstum. Das Reputationsrisiko ist jedoch nicht zu unterschätzen. Unbelegte Vorwürfe können in Zeiten verschärfter Regulierung politische und behördliche Dynamiken auslösen.

Die Aktie steht an einem Scheidepunkt. Für risikobereite Anleger könnte die Stabilisierung eine antizyklische Chance sein. Langfristig orientierte Investoren müssen abwarten, ob AppLovin die Vorwürfe nicht nur kommunikativ, sondern auch regulatorisch entkräften kann.

Quelle: Eulerpool Research Systems